Logistik als Machtfaktor: Wie China den globalen E-Commerce strategisch neu ordnet

Max Meister im Gespräch mit Prof. Dr. Christoph Tripp, Professor für Distributions- und Handelslogistik an der Technischen Hochschule Nürnberg.

China E-Commerce Strategie ist längst weit mehr als der Ausbau einzelner Online-Marktplätze. In dieser Episode von „Max und die Supply Chain Helden“ spricht Max Meister mit Prof. Dr. Christoph Tripp über die langfristige wirtschaftspolitische Strategie Chinas und darüber, weshalb Logistik heute zu einem entscheidenden geopolitischen Machtinstrument geworden ist.

Ausgangspunkt des Gesprächs ist ein neuer chinesischer E-Commerce-Leitfaden, der deutlich macht, dass China seine internationale Handelsstrategie konsequent weiterentwickelt. Gemeinsam ordnen Max Meister und Christoph Tripp ein, warum sich viele Entwicklungen der vergangenen Jahre erst im Zusammenhang mit einer über Jahrzehnte angelegten Gesamtstrategie vollständig verstehen lassen.


Die China E-Commerce Strategie: 25 Jahre langfristige Planung

Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass China seine E-Commerce- und Logistikentwicklung nicht in Wahlperioden, sondern über Jahrzehnte plant. Beginnend mit dem WTO-Beitritt im Jahr 2001 wurden zunächst Infrastruktur und Verkehrsnetze massiv ausgebaut. Anschließend entstanden Pilotregionen für den digitalen Handel, bevor Plattformen wie Alibaba, JD.com oder Pinduoduo gezielt gefördert wurden.

Heute befindet sich China in einer neuen Entwicklungsphase. Der Fokus liegt nicht mehr ausschließlich auf Wachstum über niedrige Preise, sondern auf internationalen Marken, qualitativ hochwertigen Produkten und einer globalen Expansion der eigenen Wertschöpfungsketten. Gerade diese langfristige Perspektive unterscheidet die chinesische Wirtschaftspolitik grundlegend von vielen europäischen Ansätzen.


Warum Logistik zum strategischen Wettbewerbsfaktor wird

Ein zentrales Thema der Episode ist die Rolle der Logistik innerhalb dieser Gesamtstrategie. Christoph Tripp beschreibt, wie China gezielt Lagerkapazitäten, Logistikstandorte und Distributionsnetzwerke in Europa und den USA aufbaut. Ziel ist es nicht allein, Produkte schneller auszuliefern, sondern die Kontrolle über Lieferfähigkeit, Bestände und Kundenzugang zu gewinnen.

Dabei diskutieren Max Meister und Christoph Tripp auch aktuelle Entwicklungen wie die Aktivitäten von JD.com in Europa, den möglichen Einstieg bei MediaMarkt & Saturn sowie Investitionen chinesischer Unternehmen in Logistikimmobilien und Speditionen. Deutlich wird, dass diese Einzelmaßnahmen Teil einer wesentlich größeren strategischen Ausrichtung sind.


Was Europa aus der China E-Commerce Strategie lernen kann

Neben der Analyse Chinas richtet sich der Blick immer wieder auf Europa. Beide Gesprächspartner hinterfragen kritisch, warum Europa häufig erst reagiert, wenn neue Marktstrukturen bereits entstanden sind. Besonders die Geschwindigkeit politischer Entscheidungen, die fehlende wirtschaftspolitische Gesamtstrategie sowie die zersplitterte Interessenvertretung innerhalb von Handel und Logistik werden offen diskutiert.

Gleichzeitig wird deutlich, dass Unternehmen sich auf einen dauerhaft globalen Wettbewerb einstellen müssen. Konkurrenz entsteht heute nicht mehr ausschließlich innerhalb Deutschlands oder Europas, sondern zunehmend zwischen internationalen Plattformen, Herstellern und Logistiknetzwerken.


Warum der Blick auf die Gesamtstrategie entscheidend ist

Die Episode zeichnet bewusst kein Bedrohungsszenario, sondern liefert eine faktenbasierte Einordnung der aktuellen Entwicklungen. Christoph Tripp macht deutlich, dass China weder unterschätzt noch überschätzt werden sollte. Entscheidend sei vielmehr, die langfristigen Ziele, Investitionen und politischen Maßnahmen zu verstehen, um daraus eigene Strategien für Unternehmen und Wirtschaftspolitik abzuleiten.

Gerade für Entscheider aus Einkauf, Supply Chain Management, Handel und Logistik liefert das Gespräch zahlreiche Denkanstöße. Es zeigt, warum Logistik längst nicht mehr ausschließlich operative Disziplin ist, sondern zu einem strategischen Wettbewerbsfaktor im internationalen Handel geworden ist.


Reinhören lohnt sich!

Die Episode zeigt, wie die China E-Commerce Strategie Industrie, Handel und Logistik zu einem langfristigen Gesamtkonzept verbindet – und welche Herausforderungen sich daraus für Europa und europäische Unternehmen ergeben. Wer die Dynamik hinter dieser Entwicklung besser verstehen möchte, sollte diese Folge von „Max und die Supply Chain Helden“ unbedingt anhören.

Fragen, Kritik, Lob oder Anregungen für Wunschthemen immer gerne unter max@supplychainhelden.de

 

 

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Wie Innovationen ihren Weg in die Logistik finden

Max Meister im Gespräch mit Sven Schürer.

Netzwerken in der Logistik ist weit mehr als der Austausch von Visitenkarten. In dieser Episode von „Max und die Supply Chain Helden“ spricht Max Meister mit Sven Schürer über ein Geschäftsmodell, das auf Vertrauen, Branchenkenntnis und einem außergewöhnlich starken Netzwerk basiert. Sven Schürer unterstützt internationale Technologieunternehmen beim Markteintritt im DACH-Raum, bringt innovative Lösungen mit potenziellen Kunden zusammen und investiert gleichzeitig in vielversprechende Logistik-Start-ups.

Dabei wird schnell deutlich: Sein eigentlicher Mehrwert liegt nicht im klassischen Vertrieb, sondern darin, die richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt miteinander zu verbinden. Wer die Herausforderungen seiner Kunden versteht und passende Lösungen kennt, wird zum strategischen Sparringspartner für Unternehmen entlang der gesamten Supply Chain.


Vertrieb beginnt mit dem Verständnis des Kunden

Ein zentrales Thema der Episode ist moderner B2B-Vertrieb. Sven Schürer erklärt, warum erfolgreiche Vertriebsarbeit lange vor einem Angebot beginnt. Entscheidend sei, die konkreten Probleme einer Branche zu verstehen und genau zu wissen, welche Unternehmen tatsächlich von einer Lösung profitieren.

Gemeinsam diskutieren Max Meister und Sven Schürer, warum viele Start-ups ihre Zielgruppen zu breit definieren und stattdessen stärker auf Branchenfokus, Referenzkunden und langfristigen Beziehungsaufbau setzen sollten. Gerade im Bereich Logistikautomation und Intralogistik dauern Verkaufszyklen häufig zwölf bis achtzehn Monate. Umso wichtiger seien Geduld, kontinuierliche Präsenz und echtes Branchenverständnis.

Dabei wird auch deutlich, weshalb Branchenveranstaltungen häufig wertvoller sind als klassische Logistikmessen. Wer Brauereien gewinnen möchte, sollte auf Brauereikongressen präsent sein – nicht ausschließlich auf der LogiMAT.


Innovationen zwischen Robotik, KI und Computer Vision

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf aktuellen Innovationen innerhalb der Supply Chain. Sven Schürer gibt Einblicke in Unternehmen, die autonome mobile Roboter (AMRs), KI-gestützte Dokumentenverarbeitung, intelligente Ladeinfrastruktur für E-Lkw oder Computer-Vision-Lösungen entwickeln.

Besonders spannend ist die Diskussion darüber, wie Künstliche Intelligenz heute bereits unstrukturierte Informationen automatisch verarbeitet oder Retouren anhand von Kamerabildern klassifiziert. Gleichzeitig wird klar, dass sich viele dieser Technologien inzwischen von ersten Pilotprojekten hin zur industriellen Skalierung entwickeln.

Auch das Thema Humanoide wird angeschnitten. Beide Gesprächspartner sind überzeugt, dass humanoide Roboter die Logistik langfristig verändern werden – wenn auch schrittweise. Aufgrund der Dynamik des Themas kündigen sie bereits eine Podcastfolge zu einem späteren Zeitpunkt dazu an.


Netzwerken in der Logistik und erfolgreiche Start-up-Investments

Neben seiner Tätigkeit als Netzwerker investiert Sven Schürer aktiv in Logistik-Start-ups. Er beschreibt offen, welche Kriterien für ihn bei einer Beteiligung entscheidend sind.

Neben einem überzeugenden Product-Market-Fit spielen vor allem die Gründerpersönlichkeiten eine zentrale Rolle. Besonders wichtig sei ein stark aufgestellter Vertrieb. Gute Entwickler allein reichen nicht aus, wenn niemand die Lösung überzeugend am Markt platzieren kann. Ebenso betrachtet er den Investorenkreis, die strategische Unterstützung durch bestehende Gesellschafter sowie die Realitätsnähe des Geschäftsmodells.

Max Meister ergänzt die Diskussion um eigene Erfahrungen aus bisherigen Beteiligungen und spricht offen über Learnings aus weniger erfolgreichen Investments.


Inspiration aus der Praxis und Empfehlungen für die Logistik-Community

Abgerundet wird die Episode durch zahlreiche Empfehlungen für Unternehmen, die moderne Logistik erleben möchten. Gemeinsam sprechen Max Meister und Sven Schürer über beeindruckende Standorte wie Strauss, SEW, ZF oder große E-Commerce-Logistikzentren und erläutern, warum sich Besuche vor Ort häufig stärker lohnen als jede Präsentation.

Zum Abschluss teilen beide ihre persönlichen Empfehlungen für Veranstaltungen wie die BVL Supply Chain CX, die LogiMAT oder die Bosch Connected World und diskutieren, warum Netzwerke langfristig häufig wertvoller sind als einzelne Geschäftsabschlüsse.


Reinhören lohnt sich!

Diese Episode liefert praxisnahe Einblicke in modernes Netzwerken, erfolgreichen B2B-Vertrieb und die Zukunft der Supply Chain. Wer verstehen möchte, wie Innovationen ihren Weg in Unternehmen finden und welche Rolle persönliche Beziehungen dabei spielen, sollte unbedingt reinhören.

Fragen, Kritik, Lob oder Anregungen für Wunschthemen immer gerne unter max@supplychainhelden.de

 

 

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Versorgungssicherheit im Einkauf: Wie Ludwig Meister Bestände intelligent plant

Max Meister im Gespräch mit Thomas Meir, Einkaufsleiter bei Ludwig Meister, und Florian Ostendarp, Head of Supply Chain bei Ludwig Meister.

Versorgungssicherheit im Einkauf ist heute weit mehr als die reine Beschaffung von Produkten. Unternehmen erwarten von ihren Lieferanten Verlässlichkeit, Transparenz und die Fähigkeit, auch in volatilen Märkten jederzeit lieferfähig zu bleiben. In dieser „This is how we do it“-Folge von „Max und die Supply Chain Helden“ spricht Max Meister mit Thomas Meir, Einkaufsleiter bei Ludwig Meister, und Florian Ostendarp, Head of Supply Chain bei Ludwig Meister, darüber, wie moderne Bestandsplanung funktioniert und welche Rolle Daten, Automatisierung und intelligente Prozesse dabei spielen.


Wie aus Daten präzise Bestandsentscheidungen werden

Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage, wie ein technischer Händler mit mehreren Millionen Artikeln die optimale Lagerreichweite bestimmt. Florian Ostendarp erklärt, dass eine Vielzahl von Faktoren in die tägliche Prognose einfließt: historische Verbrauchsdaten, aktuelle Kundenaufträge, Rahmenverträge, Wiederbeschaffungszeiten, Preisstrukturen und Lieferanteninformationen.

Anstatt mit statischen Mindest- und Höchstbeständen zu arbeiten, setzt Ludwig Meister auf dynamische Reichweitenmodelle. Diese berechnen täglich den tatsächlichen Bedarf und passen die Bestandsplanung kontinuierlich an neue Entwicklungen an. Dadurch können sowohl Überbestände als auch Versorgungslücken reduziert werden.


Versorgungssicherheit im Einkauf durch automatisierte Prozesse

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die konsequente Automatisierung der Disposition. Thomas Meir erläutert, wie sogenannte Bestellprofile und Bestellvorschläge den Einkauf unterstützen. Hinter diesen Profilen verbergen sich zahlreiche Regeln und Parameter, die früher ausschließlich im Kopf erfahrener Disponenten vorhanden waren.

Verpackungseinheiten, Staffelpreise, Mindestbestellwerte, Lieferantenbesonderheiten oder sogar technische Einschränkungen einzelner Lieferanten werden heute systemseitig berücksichtigt. Das Ergebnis sind automatisiert erzeugte Bestellvorschläge, die einen Großteil des Einkaufsvolumens effizient steuern und gleichzeitig eine hohe Prozesssicherheit gewährleisten.

Besonders wichtig ist dabei der „doppelte Boden“ im System: Selbst wenn eine Bestellung versehentlich übersehen wird, sorgen zusätzliche Sicherheitsmechanismen dafür, dass Bedarfe erneut sichtbar gemacht werden und keine Versorgungslücken entstehen.


Transparenz als Schlüssel für eine bessere Customer Experience

Die Gesprächspartner machen deutlich, dass moderne Supply Chains nicht am Wareneingang enden. Ebenso entscheidend ist die Transparenz gegenüber Vertrieb und Kunden. Werden Liefertermine von Lieferanten verschoben oder geändert, werden diese Informationen automatisiert verarbeitet und direkt an die zuständigen Mitarbeitenden weitergegeben.

Dadurch können Kunden frühzeitig informiert werden, bevor aus einer Verzögerung ein echtes Problem entsteht. Für Max Meister ist genau diese Transparenz ein zentraler Bestandteil einer professionellen Customer Experience.


Die Zukunft: KI, Risikomanagement und resiliente Lieferketten

Zum Abschluss richtet sich der Blick nach vorne. Thomas Meir sieht insbesondere in den Bereichen KI-gestützte Prognosen und Risikomanagement großes Entwicklungspotenzial. Gleichzeitig betont Florian Ostendarp die Bedeutung von Resilienz und durchgängiger Transparenz entlang der gesamten Lieferkette – vom Lieferanten über den Einkauf bis hin zum Kunden.


Reinhören lohnt sich!

Die Episode zeigt eindrucksvoll, dass Versorgungssicherheit im Einkauf nicht durch höhere Lagerbestände entsteht, sondern durch intelligente Datenmodelle, automatisierte Prozesse und eine enge Verzahnung von Einkauf, Vertrieb und Supply Chain Management. Wer verstehen möchte, wie moderne Bestandsplanung in der Praxis funktioniert und warum Verlässlichkeit heute ein entscheidender Wettbewerbsvorteil ist, sollte in diese Folge unbedingt reinhören.

Fragen, Kritik, Lob oder Anregungen für Wunschthemen immer gerne unter max@supplychainhelden.de

 

 

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Lieferkettenresilienz im B2B: Wie Digitalisierung, Daten und Erfahrung Krisen beherrschbar machen

Max Meister im Gespräch mit Nicole Ohlmann, Studentin an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Die Lieferkettenresilienz im B2B steht im Mittelpunkt dieser besonderen Podcastfolge – diesmal mit vertauschten Rollen: Max Meister wird von Studentin Nicole Ohlmann interviewt. Ausgangspunkt ist ihre Masterarbeit über digitale Plattformen und deren Beitrag zur Resilienz von Supply Chains. Daraus entsteht ein tiefgehendes Gespräch über reale Herausforderungen, technologische Lösungen und die Grenzen von Automatisierung.

Max Meister, Co-CEO von Ludwig Meister, gibt dabei praxisnahe Einblicke in die Steuerung eines komplexen technischen Großhandels mit Millionen von Artikeln und tausenden Kunden. Besonders deutlich wird: Die Sicherstellung von Verfügbarkeit bei gleichzeitig wachsender Volatilität ist eine der zentralen Herausforderungen moderner Lieferketten.


Zwischen Automatisierung und Realität: Was in Krisen wirklich zählt

Ein zentrales Learning der Episode ist der Umgang mit globalen Disruptionen. Ob Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg oder geopolitische Spannungen – jede Krise wirkt anders auf die Supply Chain. Während Covid-19 massive und unvorhersehbare Lieferausfälle verursachte, waren andere Ereignisse eher preistreibend als versorgungsgefährdend.

Besonders spannend: Ludwig Meister setzt auf eine hochautomatisierte Bestandsplanung, die bereits frühzeitig Veränderungen erkennt – teilweise noch bevor diese im Markt sichtbar werden. Diese datengetriebene Steuerung erwies sich als klarer Wettbewerbsvorteil. Gleichzeitig wird aber auch klar: In akuten Krisensituationen bleibt manuelles Eingreifen, insbesondere in der Kommunikation mit Lieferanten und Kunden, unverzichtbar.


Digitale Integration als Fundament der Lieferkettenresilienz im B2B

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der digitalen Vernetzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Über EDI, APIs und Plattformen wie SAP, Ariba oder Coupa ist Ludwig Meister tief in die Systeme seiner Kunden und Lieferanten integriert. Ziel ist es, Prozesse zu automatisieren und skalierbar zu gestalten – ohne proportional steigenden Personalaufwand.

Doch trotz hoher Digitalisierung bleibt eine Herausforderung bestehen: mangelnde Standardisierung. Unterschiedliche Artikelbezeichnungen und fragmentierte Datenstrukturen führen zu erheblichem Aufwand in der täglichen Praxis. Hier sieht Max Meister großes Potenzial für zukünftige Innovationen.


Blick nach vorn: Daten, KI und Transparenz

Für die Zukunft sieht Max Meister vor allem drei Hebel zur weiteren Stärkung der Lieferkettenresilienz im B2B: bessere Transparenz entlang der Supply Chain, datenbasierte Risikoanalysen – zunehmend auch mit KI – sowie standardisierte Datenstrukturen. Ergänzt wird dies durch wachsende Anforderungen an Nachhaltigkeit und CO₂-Transparenz.


Reinhören lohnt sich!

Die Episode zeigt eindrucksvoll, dass technologische Systeme heute bereits einen enormen Beitrag leisten – aber erst in Kombination mit Erfahrung, Kommunikation und strategischem Denken ihre volle Wirkung entfalten.

Wer verstehen möchte, wie moderne Unternehmen ihre Lieferketten resilient gestalten und welche Rolle digitale Plattformen dabei spielen, sollte diese Episode unbedingt anhören.

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Resilient, regional, realistisch: Warum Supply Chain neu gedacht werden muss

Max Meister und Florian Ostendarp im Gespräch mit Stefan Schrauf, Leiter Supply Chain & Operations bei PwC

In dieser Folge von Max und die SupplyChainHelden treffen sich Max Meister (CEO Ludwig Meister), Florian Ostendarp (Leiter Supply Chain bei Ludwig Meister) und Stefan Schrauf (Leiter Supply Chain & Operations bei PwC), um über die fundamentalen Umbrüche in globalen Lieferketten – live aus dem PwC-Office in München – zu sprechen.

Stefan Schrauf erklärt, warum Nearshoring und die Ausrichtung auf sogenannte Value Pools – also Regionen mit hoher Kundennachfrage – für viele Unternehmen heute strategisch entscheidend sind. Es geht nicht mehr darum, möglichst günstig in Fernost zu produzieren, sondern dort, wo auch verkauft wird.

Auch Ludwig Meister stellt sich diesen Herausforderungen: Transparenz in der Lieferkette, Notfallpläne, datengetriebene Entscheidungen – all das sind Hebel, um auf Disruptionen vorbereitet zu sein. Besonders spannend: die Rolle von Ludwig Meister als Plattformpartner für internationale Lieferanten ohne eigenen Marktzugang in Deutschland.

Auch Themen wie Variantenmanagement, Nachhaltigkeit und Wissenssicherung kommen zur Sprache – und zeigen, dass Supply Chain Excellence längst nicht mehr nur operativ, sondern strategisch gedacht werden muss. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen können hier durch Fokus, Datenkompetenz und gelebte Kollaboration eine Vorreiterrolle einnehmen.

Ein inspirierender Austausch über die Zukunft der Supply Chain – praxisnah, realistisch und mit vielen Impulsen für Entscheider.

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Revolution in der Supply Chain: Von Kundenzentrierung bis Digitalisierung

Max Meister und Florian Ostendarp im Gespräch mit Dr. Torsten Becker

In einer spannenden Podcastfolge diskutieren Max Meister und Florian Ostendarp, Leiter Supply Chain bei Ludwig Meister, mit Dr.Torsten Becker, Studiengangsleiter für Supply Chain Management an der SRH University of Applied Science in Berlin, über die Herausforderungen und Chancen moderner Lieferketten.

Von Missverständnissen zur echten Kundenzentrierung

Dr. Torsten Becker betont, dass das Konzept der Supply Chain oft falsch verstanden wird. Statt echter End-to-End-Prozesse sehen viele Unternehmen die Lieferkette lediglich als verlängerten Einkauf. Eine echte Supply Chain müsse sich jedoch an den Bedürfnissen der Kunden orientieren, nicht an internen Prozessen. Dr. Becker hebt hervor: „Die User Experience beginnt beim Einkauf – was der Kunde will, bestimmt den Erfolg.“

Digitalisierung: Der Schlüssel zur Prozessoptimierung

Nur 1 % der typischen Supply-Chain-Durchlaufzeit ist heute digitalisiert. Dr. Becker erläutert, wie ineffiziente Prozesse und manuelle Schnittstellen zu unnötigen Verzögerungen führen. Max Meister unterstreicht die Relevanz digitaler Transformation: „Warten ist oft der größte Zeitfresser in Lieferketten – und doch wird es selten priorisiert.“ Beispiele wie EDI-Anbindungen und API-gestützte Prozessintegration zeigen das Potenzial zur Effizienzsteigerung.

Daten und Transparenz als Wettbewerbsvorteile

Eine durchdachte Datenstrategie ist laut Dr. Becker essenziell: „Material durch Informationen ersetzen.“ Ob Echtzeit-Bestandsdaten oder transparente Verbrauchsrückmeldungen – wer Daten effektiv nutzt, steigert nicht nur die Kundenzufriedenheit, sondern reduziert auch die Lagerhaltungskosten signifikant. Florian Ostendarp ergänzt: „Es geht darum, Daten in Ergebnisse für Kunden und Lieferanten zu übersetzen.“

Praktische Ansätze für nachhaltige Supply-Chain-Lösungen

Mit Beispielen aus seiner Forschung regt Dr. Becker zu neuen Denkweisen an. Themen wie die Vermeidung des Bullwhip-Effekts durch Mengenkontrakte statt Staffelpreise und die Fokussierung auf kontinuierliche Bestellungen statt Großbestellungen zeigen konkrete Optimierungsmöglichkeiten.

Erfolgsgeschichten als Motor für Wandel

Zum Abschluss diskutieren die Gesprächsteilnehmer die Wichtigkeit, Success Stories zu schaffen und diese intern wie extern zu kommunizieren. Dr. Becker ermutigt Unternehmen, auf „Supply Chain Dirigenten“ zu setzen, die Prozesse koordinieren und gemeinsam mit Lieferanten innovative Lösungen pilotieren.

Wer erfahren möchte, wie Kundenzentrierung, Digitalisierung und strategisches Denken die Supply Chain revolutionieren können, sollte sich diese Episode nicht entgehen lassen.

Viel Freude beim Anhören.

 

 

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The story continues – Pick8Ship, der Container Moment neu gedacht

Max Meister im Gespräch mit Dr. Josef Haid, Founder & CEO bei Pick8ship Technology AG

„Das Ganze mache ich jetzt ja schon ein paar Jahre und jetzt kommen die ersten Updates zu alten Folgen.“ So Max Meister zu Beginn der neuesten Podcast Folge bei Max und die SupplyChainHelden.

Im November 2019 haben Dr. Josef Haid und Max Meister das erste Mal zusammengesessen, damals zum Thema „Geht E-Commerce Logistik auch ohne Karton und Verpackungsmüll?“ Mehrweg Logistik oder Circular Economy waren die Themen denen sich Dr. Josef Haid mit seiner damals knapp 2 Jahre alten Firma angenommen hatte.

Heute – 2,5 Jahre später – bringt Dr. Josef Haid die Zuhörer auf den neuesten Stand der Entwicklung bei Pick8Ship Technology. Und so viel sei verraten, die Fokuserweiterung und Anpassung der ursprünglichen Idee ist beeindruckend.

 

Viel Spaß beim Zuhören. Fragen, Kritik, Lob oder Anregungen für Wunschthemen immer gerne unter max@supplychainhelden.de

 

 

 

 

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DHL Paket – Innovation und Nachhaltigkeit im Paketversand

Max Meister im Gespräch mit Dr. Christian Schawel, Geschäftsführer DHL Paket GmbH / EVP Vertrieb SME Post & Paket

 

Anlässlich einer neuen Kooperationsvereinbarung zwischen Ludwig Meister und DHL Paket erläutert Dr. Schawel Details über die aktuellen Abläufe und Herausforderungen im Paketversand. Mit dem neuen Paketzentrum Aschheim 2 verfügt DHL über die modernste Anlage ihrer Art in Europa. Kombiniert mit Aschheim 1 können dort stündlich bis zu 80.000 Sendungen sortiert und weitergeleitet werden.

Aber neben vielen interessanten Hintergründen zu Kapazität, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit spielt auch das Thema Nachhaltigkeit in der Zustellung eine wichtige Rolle im Podcast Gespräch. Wirklich spannend zu erfahren, welche Anstrengungen DHL Paket in diesem Zusammenhang bereits unternimmt und wie die weitere Entwicklung zum CO2 neutralen Unternehmen bis 2050 erfolgen soll.


Viel Freude beim Zuhören. Fragen und Anregungen wie immer gerne an max@supplychainhelden.de

 

 

 

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Autonom. Agil. Progressiv. – Innovative Roboter für den Paletten Transport

Max Meister im Gespräch mit Robin Konrad, Chief Operating Officer (COO), Co-Founder von FILICS, München.

 

„Revolution des Paletten Transports“ – so beschreibt FILICS selbst die Arbeitsweise und Wirkung der von ihnen entwickelten innovativen Roboter für den innerbetrieblichen Transport von EURO Paletten.

Max Meister beobachtet Lösungen für diese Logistik Aufgabenstellung schon lange und konnte entsprechende Ideen und Prototypen auch schon auf Fachmessen wie der LOGIMAT in früheren Jahren anschauen. Zu kaufen waren diese Lösungen aber nie.

Die komplett unter den EURO Paletten verschwindenden Roboter der Firma Filics aus München sind aus dem Prototyping entwachsen und stehen unmittelbar vor der go to market Phase.

Anlass genug für Max Meister im Gespräch mit Robin Konrad, Chief Operating Officer (COO), Co-Founder von Filics mehr über diese richtungsweisende Lösung für den innerbetrieblichen Transport zu sprechen.


Viel Freude beim Zuhören. Fragen und Anregungen wie immer gerne an max@supplychainhelden.de

 

 

 

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Change to lean – Management von Veränderungsprozessen hin zum schlanken Unternehmen

Max Meister im Gespräch mit Dr.-Ing. Julia Boppert, Geschäftsführerin trilogIQa, München

„Brauchen wir überhaupt mehr Platz für Paletten? Wo fangen wir an unsere Prozesse in kleinen Schritten zu optimieren?“

Nur eine Frage von vielen, die Dr. Julia Boppert und Max Meister in diesem Podcast über Methoden der Prozessoptimierung auf der Grundlage von Lean Prinzipien erörtern. Spannende Randnotiz: Dr. Julia Boppert hat Max Meister zum Ende seines Studiums bei seiner Diplomarbeit betreut.

Bei der Einführung von Lean in Unternehmen oder auch bei der Umsetzung von Lean-Projekten entsteht immer wieder auch die Herausforderung, Mitarbeiter auf die anstehenden Veränderungen vorzubereiten oder auch auf dem Weg durch die Veränderung mitzunehmen. Dieses und viele andere Fragen, wie z.B. was ist eine Wertstromanalyse, werden in diesem Podcast behandelt.

Viel Freude beim Hören und vermehren der Einsichten über „change to lean“.

Und wie immer Kommentare und Anregungen gerne unter max@supplychainhelden.de

 

Transskript

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