Roboter in der Logistik – Potentiale optimal nutzen durch Steuerung und Transparenz via Software

Max Meister im Gespräch mit Viktor Splittgerber, CEO und Gründer WAKU Robotics, Dresden

In dieser neuen Folge von Max und die SupplyChainHelden hat Max Meister Viktor Splittgerber, Gründer von Waku-Robotics zu Gast. Waku Robotics hat den Slogan: We robotize logistics und hat gerade eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen.

Nachdem sich Max Meister mit dem Thema Robotics in der Logistik bei Ludwig Meister schon länger beschäftigt, war das Anlass genug das Thema Einsatz, Steuerung und Analyse von den verschiedenen am Markt erhältlichen Systemen mit einem ausgewiesenen Fachmann zu besprechen. Viel Feude beim Anhören. Bei Feedback oder Fragen, freuen wir uns über Nachricht an: max@supplychainhelden.de und jetzt rein in die Folge. 

 

Transskript

Transskript/Links

MAX MEISTER: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Max und die Supplychain-Helden. Heute habe ich Viktor Splittgerber, Gründer von Waku-Robotics zu Gast und dieser Podcast ist ja auch dafür da, dass ich Themen dazulerne, neue Sachen kennenlerne, aber auch ihr, die Hörer und Hörerinnen. Und in dem Fall ist es so, die Firma besteht aus mehreren Teilen, einmal einer Website, wo man sich viele Co-Bots und Robots für die Logistik anschauen kann und raussuchen kann. Aber auf der anderen Seite eben auch eine Softwarefirma. Und das habe ich erst realisiert, während dem Gespräch, dass wahrscheinlich die Anwendungen bei uns hier, ja, eher noch einen Tick zu klein sind und dass das eher spannender ist, wenn man schon viele Roboter im Einsatz hat. Aber es sind spannende Insights dabei und ich denke, es ist interessant, sich auch mal sozusagen eine sogenannte Automatisierungsstrategie zurechtzulegen, damit man eben nicht von Projekt zu Projekt hechelt und schon Entscheidungen trifft, die später vielleicht schlecht sozusagen rückgängig gemacht werden können oder die Konsequenzen für unterschiedliche Techniken, die im Einsatz sind, in der Logistik sind. Genau. Also diese Folge ist auf jeden Fall für jeden interessant, der allgemein sich so ein bisschen rantasten will, an das Thema Smart Robots in der Logistik und ich wünsche euch viel Spaß. In dem Fall, wenn ihr Feedback habt oder Fragen, schreibt einfach an: max@supplychainhelden.de und jetzt rein in die Folge. 

MAX MEISTER: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Max und die Supplychain-Helden. Heute habe ich Viktor Splittgerber bei mir und dessen oder seine Firma hat den Slogan: We robotize logistics. Und nachdem ich mich mit dem Thema grade so beschäftige, hat mich das einfach interessiert und er hat auch ein paar freudige Nachrichten zur aktuellen Finanzierung mit im Gepäck und deswegen würde ich sagen, wir steigen einfach gleich mal ein und in dem Fall, lieber Viktor, herzlich willkommen.

VIKTOR SPLITTGERBER: Hallo Max, freut mich dabei zu sein.

MAX MEISTER: Ja sehr schön. Ich habe gesagt, du hast grade eine Finanzierungsrunde abgeschlossen, 1,5 Millionen Euro habt ihr eingesammelt. Bevor ich versuche zu beschreiben, was ihr macht, wo sitzt du eigentlich? Wo ist eure Firma? 

VIKTOR SPLITTGERBER: Unsere Firma ist in Dresden, da sind auch die allermeisten, aber wir sind tatsächlich auch sehr viel remote einfach, also arbeiten im Homeoffice, genau. 

MAX MEISTER: Okay. Also sieht man schon, wir haben kein langes Vorgespräch gehabt in dem Fall. Okay. Waku-Robotics. Ich würde das jetzt mal so beschreiben, und zwar, ihr seid eine Mischung aus Kleinanzeigen für Robotics. Also ich sage mal, eine große Sammlung von Angeboten rund um Roboter und AGVs, also autonom fahrende Vehicle für Logistikanwendungen. Aber ihr geht da auch ein bisschen tiefer und bietet, ja, ich sage mal Konfiguratoren und Fragebögen an. Wenn du jetzt nochmal versuchen müsstest, eine Finanzierungsrunde übermorgen abzuschließen, wie würdest du das mir im Aufzug vorstellen? 

VIKTOR SPLITTGERBER: Ja, ich würde auf jeden Fall auch genau das sagen, wofür wir die Finanzierungsrunde gekriegt haben und das ist einer der Hauptprobleme heutzutage in der Logistik ist, nicht nur Roboter zu bekommen, ne? Wie beschaffe ich Roboter? Da haben wir de einen Teil, da hast du ja schon Lots of Bots, diese Art der Kleinanzeigen erwähnt, ne? Das ist der einfache Eintritt. Aber der wichtigere Teil und auch der, wo unser strategischer Fokus ist, ist das Thema Software, insbesondere WAKU Sense heißt das bei uns. Da geht es zum einen darum, wie können eigentlich Hersteller unterschiedlicher Geräte miteinander sprechen, ja? Wenn ich jetzt beispielsweise schon AGV habe oder ein fahrerloses Transportsystem, was da durch die Gegend fährt und ich möchte ein neues Gerät mir anschaffen, was vielleicht auch schon ein bisschen moderner ist, ein Reinigungsroboter kann es auch sein oder ein Transportgerät, was autonom durch die Gegend fährt, dann können die heutzutage nicht miteinander sprechen, die blockieren sich gegenseitig, ist ein Riesenproblem. Und das lösen wir mit unserer Software, heißt, wir lassen die Geräte miteinander sprechen. Das ist das eine. Und das andere ist Analytics, heißt, oftmals ist Herstellung war einfach Unkenntnis, wie viel benutze ich eigentlich meine Geräte, was machen die, wie viele Aufgaben haben die erledigt und auch, wie viel hat mir das eigentlich im Prozess gebracht. Das ist unklar, das ist aber wichtig, um hinterher auch rechtfertigen zu können, ob sich das gelohnt hat oder nicht. Und die beiden Themen bilden wir schwerpunktmäßig mit der Software ab und das ist so der Fokus, ja. 

MAX MEISTER: Okay. Und wenn du jetzt, ich muss mal gleich ein bisschen tiefer einsteigen, wenn du jetzt sagst, ihr habt auf der einen Seite Kommunikation der Geräte untereinander, ist es dann, baut ihr sozusagen eine komplett zweite Infrastruktur um die Roboter oder setzt ihr da auf die Technik der Roboter, die schon vorhanden ist, auf?

VIKTOR SPLITTGERBER: Ist eine sehr gute Frage. Es gibt im Moment auf dem Markt mehrere Lösungen, mehrere Lösungsansätze für das gleiche Problem. Also das Problem ist klar, ne? Weil doch schon einige Geräte im Markt sind und der Markt mit einer hohen Geschwindigkeit wächst, über 20 Prozent pro Jahr und das wird richtig signifikant, wird auch immer präsenter im Alltag werden. Und da gibt es zum einen eher so klassische Geräte, die insbesondere im Automotive, Automobilbereich durch die Gegend fahren, die auf festen Pfaden fahren und da ist insbesondere die deutsche Automobilwirtschaft mit der VDA 50 50 gekommen, die einen Standard definiert, wie die Geräte miteinander kommunizieren. Heißt dann, nutzen die Geräte einen gemeinsamen Flottenmanager, so heißt das, ja? Also eine Software, die alle Geräte anspricht und steuert. Auf der anderen Seite gibt es sehr autonom fahrende Geräte, da kommen wir sicherlich auch nochmal später dazu, die im Prinzip komplett ohne einen Flotten Manager auskommen, weil die alle Intelligenz, alles, was sie brauchen, um ihre Aufgaben zu planen, schon auf dem Roboter drauf haben oder auf dem fahrerlosen Transportsystem. Aus dem Alltag kennt man da vielleicht Reinigungsroboter, ja? Die funktionieren ja im Prinzip ohne jegliche übergeordnete Software. Und ähnlich ist es im Prinzip in einem Lager auch, da gibt es Transportsysteme, die brauchen keine weitere Software, außer das Gerät selbst. Und da gibt es einen gewissen Konflikt zwischen den beiden Geräten, weil die Logik so unterschiedlich ist, ja? Und oftmals gibt es halt aber den Bedarf, dass ich beide Geräte irgendwo auch nutzen möchte und genau da setzen wir halt an. Weil wir sagen, okay, wir lassen die Flottenmanager der liniengeführten Geräte im Platz, das können die sehr gut und wir lassen auch die Stärken der autonom fahrenden Geräte sich behalten sozusagen, dass sie jetzt nicht zu liniengeführten Geräten werden und einfach vermitteln zwischen den beiden Arten von Geräten so. Dass man im Prinzip wie virtuelle Ampeln schafft, dass die Geräte im gleichen Bereich fahren können.

MAX MEISTER: Okay. Also dass die sich ja zum Beispiel nicht gegenseitig in die Ecke drängen, behindern und dann ein großer Stau entsteht, das ist sozusagen eine Folge, die ihr ausschließen könnt, mit eurer Software? 

VIKTOR SPLITTGERBER: So ist es. 

MAX MEISTER: Okay. Gut. Dann, ich glaube, soweit verstanden. Dann würde ich ganz kurz mal versuchen, ein bisschen einzusteigen einfach mal am Beispiel von Ludwig Meister und wie du dann da vorgehen würdest, ja? Also wir sind ein mittelständischer Händler, wir verschicken so, weiß ich nicht, 600.000 Positionen im Jahr, wir haben hier so eine Autostoreanlage stehen, ein bisschen Fördertechnik, die wird jetzt erweitert. Und ich bin auf der Suche einmal nach Robotern, die unsere Arbeitsplätze versorgen. Also mit Materialien, die wir eigentlich für die Verpackung brauchen, sprich, Kartonagen und ähnliche Themen. Und auf der anderen Seite würde ich gerne auch die Entsorgung über autonom fahrende Roboter sozusagen abhandeln. Und da habe ich jetzt aber noch keinen Anbieter, also das ist einfach ein Gedankenkonstrukt, wo wir aktuell drauf rum kauen. Und da würde mich interessieren, wie würdet ihr so eine Anforderung wirklich ganz konkret angehen? 

VIKTOR SPLITTGERBER: Ja. Ist auch eine ganz klassische Anwendung, die wir im Markt kennen und immer wieder erleben, um das vielleicht auch mal in einen größeren Kontext zu rücken, dass wir sowohl in der Industrie als auch in der Logistik, gibt es schon vereinzelte Automatisierungsgewerke, die aber in sich geschlossen sind, also noch nicht automatisch verbunden sind, sondern manuell verbunden sind, ne? Dass man jetzt halt zum Beispiel mit einem manuellen Gabelstapler von A nach B fährt. Und jetzt gibt es im Prinzip zwei Wege, das eine ist, du lernst dir selbst ganz viel Wissen an, ja? Das ist auf jeden Fall grundsätzlich mal sinnvoll, dass du weißt, wovon du sprichst, aber natürlich erstmal zumindest ein gewisses Grundlagenwissen, ja? Das ist der eine Weg. Und der andere ist halt auch Beratung in Anspruch zu nehmen, ne? Also wir bieten ja beispielsweise auch Beratung, das ist jetzt der Weg, der ein bisschen umfangreicher ist. Da muss man jetzt gucken, die Anwendung hört sich eher ein bisschen kleiner an, ne? Aber wir haben immer einen Anbieter, der sagt, wir sind jetzt im Prinzip nicht diejenigen, die unseren Kunden das Tanzen beibringen lernen, sondern dafür geht man zu einer Tanzschule. Und wir sind dann, tanzen gerne, aber nur mit Partnern, die auch schon tanzen können, ja? Und irgendwo muss man auf dieses Wissen kommen, dass man auf dem gleichen Level spricht. Wir gehen jetzt mal vielleicht ein bisschen in die Grundlagen rein, da möchte ich einfach nochmal, du hattest das schon erwähnt, die Website Lots of Bots erwähnen, ist die erste Übersicht, auch das erste Produkt, was wir gestartet haben damals, ne? Ich komme ja von Zalando vom Hintergrund, war genau in der Situation, wie du sie jetzt beschreibst, ich habe eine bestimmte Anwendung, möchte Dinge von A nach B transportieren und wie macht man das jetzt, ja? Wie starte ich da rein, ne? Und da haben wir als erste Mal Lots of Bots als Anlaufstelle geschaffen, wo man einen Überblick kriegt, was für Geräte gibt es eigentlich am Markt überhaupt, ja? Um sich mal davon eine Vorstellung zu machen, welche unterschiedlichen Geräte es auch gibt, ne? Heutzutage findet man dort in erster Linie Hersteller, ne? Also heißt, ich sehe die Hersteller mit den einzelnen Geräten, die die anbieten. In Zukunft werden wir da auch Serviceanbieter wie Integratoren, wie Schichtbegleiter und so weiter, anbieten und auch Equipment-Anbieter wie beispielsweise wireless charging, die können sich im Übrigen auch bei uns melden, wenn sie damit gesehen werden wollen. Genau. Und auf der Website kann man sich, wie gesagt, erstmal einen Überblick verschaffen, über die Technologien und es gibt ganz viel Material, Whitepaper, was man sich dort erstmal runterladen kann, wo man sich mal einlesen kann, in die Thematik, wie das überhaupt funktioniert, ne? Vielleicht mal ganz kurz als Ausblick, ich hatte ja schon anfangs gesagt, es gibt so die liniengeführten Geräte, es gibt die autonomen Geräte, die funktionieren technisch auch doch recht unterschiedlich. Das eine ist mehr wie so ein autonomes Auto oder ja, autonomes Fahrzeug, wie man es vielleicht schon zum Beispiel in der Zeitung gesehen hat, mit einem Laserscanner, was sich komplett selbständig in der Umgebung bewegen kann. Im Lager ist alles ein bisschen einfacher. Und was die Umgebung einlernt und sich dann dort navigieren kann. Und die anderen sind klassischer unterwegs, die fahren entlang von Linien, hat beides seine Vor- und Nachteile. Haben beide seine Daseinsberechtigung. Möchte ich auch gar nicht sagen, dass eins besser ist als das andere. Sondern da muss man wirklich auf die Anwendung gucken, was grad sinnvoll ist. Da kommen wir ein bisschen zurück zu dem, was wir eingangs gesagt hatten, ne? Zu sagen, okay, man kann sich selbst viel anlernen, aber gegebenenfalls muss man irgendwann in eine Beratung. Genau. Und vielleicht, ja? 

MAX MEISTER: Ja, das wollte ich jetzt eben grad sagen, das heißt, ihr würdet aber, also ich kann jetzt so ein bisschen tanzen, ja? Also ich weiß, was partgeführt ist autonom und sowas, aber ich bin jetzt mit Sicherheit kein Profi. Das heißt, ihr würdet sozusagen nicht den Einstieg empfehlen, über Lots of Bots und sich da inspirieren lassen, sondern eher gucken, eine Firma, die solche Szenarien, wie wir sie jetzt umgesetzt haben, schon umgesetzt hat, also als Beratungsfirma? Sehe ich das richtig? 

VIKTOR SPLITTGERBER: Würde ich schon empfehlen, ja. Also kommt drauf an, also ne? Wir haben jetzt konkret bei dir den Fall, das ist jetzt nicht die Riesen Anwendung, ja? Heißt, von daher brauche ich eigentlich nur einen Anwender finden, der mir eine vernünftige Lösung bietet und ob das Gerät jetzt zehn Prozent mehr oder weniger kostet, ist jetzt, weil man weniger Geräte hat, jetzt in der Summe nicht der Riesen Unterschied, sage ich jetzt mal, ja? Heißt, man kann sich da Angebote einholen, die Anwendung ist nicht wahnsinnig komplex, da hat man, also das wird dann schon funktionieren, wenn man die Hersteller kennengelernt hat. Interessanter wird Beratung insbesondere, wenn man natürlich irgendwie nicht mehr über ein Gerät, sondern zehn, zwanzig, hundert Geräte spricht, ne? Dann würde ich es sehr, sehr empfehlen, da rein zu gehen, weil es einfach dann große Unterschiede gibt, auch wie man sowas auslegt, ne? Also wir können ja zum Beispiel jetzt mal ein bisschen tiefer reingehen, mit einer Anwendung, ne? 

MAX MEISTER: Ja klar. 

VIKTOR SPLITTGERBER: Zu sagen, was ist denn überhaupt das Ziel, was du dort erreichen möchtest, ja? Also ich verstehe schon, du möchtest automatisieren, aber warum? 

MAX MEISTER: Ja. Also tatsächlich in dem Fall, also die Anwendung von der Bestückung und Entsorgung rund um unsere Autostore-Ports, da würde mir das sozusagen gut gefallen, weil wir da relativ wenig Fläche haben und das heißt, wenn ich da besonders große Bestände an großen Kartonagen und Ähnliches immer am Port habe, dann habe ich einfach das Problem, dass ich da sozusagen einfach, dann steht da eine Palette und dann tausche ich die zwar nur einmal am Tag, aber dafür ist halt eineinhalb Quadratmeter belegt. Und mein Wunsch wäre, wenn man das irgendwie smart automatisiert, ob man das nicht so machen kann, dass man vielleicht 15 Kartons stehend zum Beispiel dort an den Kommissionierplatz bringt. Jetzt muss man dazu sagen, wie viele Kommissionierstationen haben wir jetzt hier bei uns? Ich würde mal sagen so 12, 13, 14, sowas von der Richtung. Also das ist mir vollkommen klar, dass an der unteren Grenze der Wirtschaftlichkeit ist, das ist vollkommen logisch. 

VIKTOR SPLITTGERBER: Ja. Also deswegen frage ich, was ist das Ziel, auch Wirtschaftlichkeit ist ja relativ, was man da für einen Return an Invest erwartet, ne? Das variiert von ein bis sechs Jahren, gibt es da unterschiedliche Akzeptanz auch, ne? Und vielleicht auch eine zweite Frage, die man in dem Kontext stellen muss, ist, wo soll es hingehen, ja? Ist sozusagen das Szenario, dass man jetzt diese eine Anwendung automatisiert oder geht es darum, tatsächlich eine langfristige Automatisierungsstrategie dahinter zu setzen, wo man sagt, okay, vielleicht gibt es auch Probleme, Mitarbeiter zu finden. Dann kann man natürlich auch gucken, okay, wie baut man sich so ein System oder die Grundlage für das System zusammen, ne? Wir hatten ja kurz darüber gesprochen, wie Geräte unterschiedlicher Hersteller miteinander sprechen. Das ist natürlich sinnvoll, wenn man jetzt sagt, wir starten mit dieser einen Anwendung, jetzt der Kartonage-Versorgung, dass man im Hinterkopf behält, dass das System dann auch ausbaufähig ist. Dass ich vielleicht irgendwann LKWs entladen oder beladen möchte, ne? Solche Systeme kommen jetzt auf den Markt und irgendwann möchte man das vielleicht auch mit nutzen oder Reinigungsroboter ist ja auch ein Klassiker, ja. 

MAX MEISTER: Ja, aber das ist ein gutes Beispiel, weil, das würde ich immer versuchen, dass wenn wir anfangen eine Softwarelösung einzusetzen, dass wir die schon so bauen oder integrieren, dass die sinnvoll erweitert werden kann. Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ist bei einer so einer kleinen Anwendung, hat eure Software in dem Sinne im Bereich der Kommunikation noch keine so großen Vorteile? Eher im Bereich Analytics könnte ich zum Beispiel analysieren, wie oft ich gewisse Fahrten habe oder wie oft ich gewisse Plätze ansteure. Aber ich versuche mal schnell ein Beispiel zu konstruieren, wo eure Software dann auch für uns schon einen Vorteil hätte. Das könnte zum Beispiel sein, wenn ich im Wareneingang Ware vereinzle mit einem Roboter, also wenn ich jetzt sage, ich habe eine Palette, die wird depalettiert und ich möchte das entweder in einen Autostore-Behälter heben oder zum Beispiel auf ein AGV, um es in die Werkstatt zu fahren. Könnte ich dann eure Software verwenden, um diese beiden unterschiedlichen Systeme zu verbinden? 

VIKTOR SPLITTGERBER: Ja. Genau. Also absolut. Genau das ist im Prinzip die Anwendung. 

MAX MEISTER: Okay. 

VIKTOR SPLITTGERBER: Ich starte mit einer Anwendung, möchte eine weitere Anwendung automatisieren, die Systeme sprechen von Hause aus nicht miteinander und jetzt können wir das ermöglichen. 

MAX MEISTER: Und jetzt ist es natürlich ein bisschen abstrakt gesprochen, aber wenn ich jetzt so ein Depalettier-Roboter habe und ein AGV, wie funktioniert das konkret? Kannst du das ein bisschen im Detail beschreiben? 

VIKTOR SPLITTGERBER: Grundsätzlich haben beide Systeme intern von sich natürlich schon eine Vorstellung von ihrem Status, ne? Was sie grad machen, welche Aufträge eingelastet sind. Ja, also das kommt natürlich drauf an, wie intelligent jetzt so ein System ist, sage ich mal, ne? Manche Systeme fahren einfach nur im Kreis, würde sich vielleicht bei der Kartonage-Versorgung hier auch anbieten. Genau und diese beiden internen Statuszustände, die die Systeme von sich wissen, müssen ja miteinander kommuniziert werden, ja? Wenn ich jetzt sage, zum Beispiel der Palettierroboter hat jetzt eine Palette fertig gepackt, wie weiß das zweite System, dass der Roboter jetzt fertig ist, ne? Genau da braucht es eine Schnittstelle, dort müssen die Systeme miteinander sprechen und das ist das, was wir jetzt hier ermöglichen, mit der Software ermöglichen können. 

MAX MEISTER: Okay. Und kannst du mir das noch kurz beschreiben, wie das wirklich genau ausschaut? Also wo läuft die Software und wie kriegt ihr diese Statusinformationen raus aus den Systemen in eure Software? 

VIKTOR SPLITTGERBER: Ja. Wie beschrieben gibt es ja unterschiedliche Standards. Also es gibt bestimmte Standards, mit denen kommuniziert wird. Da gibt es die geläufigen Rest-API, Open-API, wo Schnittstellen von Haus aus zur Verfügung gestellt werden, von den Herstellern, über die dann die Meldungen abrufbar sind, durch unsere Software. Unsere Software läuft in der Cloud, in der Regel. Die kann on premise laufen, aber in der Regel läuft sie eigentlich in der Cloud. Wir greifen die Informationen ab von den Robotern, genau das gleiche mit der Roboterzelle beispielsweise oder anderen Sensoren. Und dann vereinen wir die Informationen im Prinzip auf ein gemeinsames Format, ja, haben sozusagen intern unsere Algorithmen, die die Informationen vereinheitlichen, sodass wir dann im Prinzip diese Handshakes ermöglichen können. Und was ich noch sagen wollte, es gibt natürlich noch andere Standards, wie VDA 50 50 die industriespezifisch sind, die wir eben auch ansprechen können. 

MAX MEISTER: Ja, die kenne ich als Tanzanfänger noch nicht so gut. 

VIKTOR SPLITTGERBER: Ja. 

MAX MEISTER: Deswegen mit Rest-API und so kann ich was anfangen. Wenn du jetzt auf so eine Software-Architektur guckst, dann hat man ja ERP und ein WMS und ein Materialflussrechner, wo würdet ihr euch dann einsortieren? Da habe ich noch nicht so ein Gefühl dafür? 

VIKTOR SPLITTGERBER: Genau. Wir können ja nochmal vielleicht ein Stückweit zurückschwenken zu deiner Aufgabe jetzt, ne, der Kartonage-Versorgung. Einfach mal ins Blaue reingesprochen, wie kann man sowas lösen? Es gibt einen Anbieter wie Herbie, Carrybots ist der Anbieter, das Gerät heißt Herbie. Ist ein einfaches liniengeführtes Gerät, was den Vorteil hat, dass es ohne teure Sensorik auskommt und somit vergleichsweise günstig ist, ne? Es fährt halt entlang einer magnetischen Linie, es kann sogar Hindernissen ausweichen und kann auch entsprechend einen Status kommunizieren. Und das Gerät würde man jetzt nicht per se an einen WMS anschließen müssen, sage ich mal. Weil, für eine Kartonage-Versorgung ist das möglicherweise nicht notwendig, da reicht an einem Arbeitsplatz jetzt möglicherweise ein Dashboard, so ein Knopf im Prinzip für den Mitarbeiter, der sagt, ich habe jetzt nur noch eine Kiste übrig oder zwei oder sowas, ne? Bitte neue Kisten bringen, von dem und dem Format. Oder man nutzt Sensorik. Genau. Das wäre so das einfachste Format, von daher vielleicht, um zurück zu kommen auf deine Architekturfrage, also grundsätzlich befindet sich die Robotik ja auf der ausführenden Seite, heißt unter dem WMS, ne? Und das ist, übernimmt Aufgaben, die sonst oftmals andere Automatisierung oder eben Menschen übernehmen, ne? Und so werden oftmals Schnittstellen zu WMS gebaut, das ist ein bisschen aufwendig, von daher ist es nicht immer notwendig und wenn man es vermeiden kann und keinen Mehrwert bringt, dann macht man es oder auch nicht, ne? Wie jetzt möglichweise eine Kartonage-Versorgung, ja? 

MAX MEISTER: Mhm (verstehend). 

VIKTOR SPLITTGERBER: Muss man sich ein bisschen die Abhängigkeiten angucken, ne? Und heißt, dort haben wir jetzt nicht zwangsläufig eine Schnittstelle, sondern unsere Schnittstelle ist unter dem WMS, auf die Flottenmanager beziehungsweise direkt auf die Roboter selbst. Genau. Also wenn man jetzt so ein Herbie hat, man hat dort keine große Flottenmanagementintelligenz da dahinter, dann können wir direkt mit dem Gerät sprechen beispielsweise, ja. 

MAX MEISTER: Okay. Weil, das habe ich tatsächlich in dem, sozusagen, habe mir davor das ein bisschen angeschaut und da hatte ich eigentlich schon fast den Eindruck, dass es in manchen Bereichen dann schon fast in Anführungszeichen ein Wettbewerb oder eine horizontale Ergänzung vom WMS ist. Aber du sagst, es ist in der Regel eigentlich eine Ebene weiter unten. Ich fand den Begriff Handshake eigentlich ganz gut, weil, das übergibt da sozusagen immer die Information oder vielleicht auch ein physisches Produkt von einem Gerät zum nächsten und dann muss ja außerhalb von den beiden Einheiten, die ein Handshake machen, ja eigentlich im ersten Step niemand was davon wissen. 

VIKTOR SPLITTGERBER: Ja genau. Ein WMS ist immer dann spannend, beispielsweise, ne? Du hast dein, also so WMS, also Warenhouse-Managementsystem oder WCS, das sind auch Begriffe, die jetzt nicht immer so trennscharf definiert sind einfach. Das macht auch jeder ein bisschen anders, ne? Das ist ähnlich wie AMR, AGV, FTS, so, das ist halt einfach nicht so scharf formuliert. Und wenn jetzt aus dem Autostore beispielsweise ein Auftrag fertiggestellt ist, dann könnte man natürlich auch diese Information auch an den Roboter schon senden automatisch quasi aus dem WMS, ohne dass dort eine zusätzliche Information notwendig ist, wenn man das beispielsweise abtransportieren möchte, da wäre das zum Beispiel sinnvoll, die Information zu nutzen. Man kann natürlich genauso ein Pufferplatz mit einem Sensor, tut im Prinzip das gleiche, ne? Man hat ein bisschen weniger Insights, ne? Da haben wir wieder Analytics, dass man zumindest mitkriegt, was dort passiert. Aber genau, von daher spielt sich das, was ich damit sagen will, es spielt sich unterhalb des WMS ab, ne? Das WMS gibt die Aufträge an die Systeme weiter. (…) 

MAX MEISTER: Ja genau. Also wir haben bei der Behältereinlagerung, haben wir ja auch sozusagen einen eigenen Fördertechnikplatz, der mit einem Sensor dann einfach, Achtung jetzt steht hier ein Behälter und dann wird der Abholbefehl ans Autostore übertragen. Aber was man wirklich machen könnte, ist, wenn der Bin-Status sich sozusagen ändert, das heißt, wenn die Kiste wirklich im Port ankommt, könnte man auch einen Kommissionierbefehl oder Ähnliches geben. Weil, tatsächlich eine zweite Anwendung, die mich noch umtreibt, ist das Verdichten. Das heißt, der Behälter ist am Anfang komplett voll und dann würde ich gerne, wenn nur noch zwei Stück drin sind und ich weiß, die passen auch in einen geviertelten Behälter oder in einen geachtelten, würde ich eben gerne mit einem Roboter das wirklich rausheben und automatisiert sozusagen rüber heben. Aber auch da, ich habe mich noch nicht beschäftigt. Also ich habe einige Angebote eingeholt und wir haben da auch schon mal sozusagen uns so ein paar Videos angeschaut, aber es ist nicht so, dass wir hier schon sozusagen wirklich genau wissen, wie das funktioniert. Wobei mit der Anwendung, wenn das wahrscheinlich auch, ich bin sozusagen am Gucken, wo der oder vielleicht müsstest du mir das noch sagen, wo ist denn aus deiner Sicht oder wo entsteht der größte Mehrwert durch eure Software? Einmal in der Kommunikation und vielleicht auch dann im Bereich Analytics? 

VIKTOR SPLITTGERBER: Ja. Also wie du es schon gesagt hast, der Mehrwert entsteht definitiv dann, wenn man schon Geräte hat, mit der Software, ne? Das ist bei euch jetzt noch eine Phase davor, heißt, da geht es jetzt um die Planung. Du hast jetzt oder wir haben jetzt schon gemerkt, dass es zahlreiche Fragen gibt und da sind wir jetzt noch nicht mal tief in die Anwendung gegangen, wo wir sagen, okay, welche Gewichte, was für ein Boden, wie viel Platz und so weiter, ne? Da gibt es wirklich viele Fragen, die man dort klären muss, was auch relativ umfangreich würde, wenn man ordentlich macht, sage ich mal, ne? Und dann vielleicht auch da noch, wir machen oft auch Simulationen einfach, bietet sich jetzt vielleicht hier auch nicht an, weil glaube ich das Volumen jetzt noch nicht so groß ist, ne? Da haben wir jetzt gar nicht so gesprochen darüber, welche Strecken und wo die langführen und so weiter.

MAX MEISTER: Ja, ja, das ist ja auch im Podcast ein bisschen schwierig. Genau. 

VIKTOR SPLITTGERBER: Genau. Deswegen, ich möchte das nur anreißen, ne? Damit so ein bisschen der Scope klar ist, was bei so einem Projekt berücksichtigt werden muss, was auch viele Kunden, wo wir mit vielen Kunden zusammenarbeiten, auch mit vielen großen Unternehmen, die wir da unterstützen, solche Projekte zu planen. Deswegen sage ich das mit dazu, ja. Insbesondere Simulationen sind ein schönes Tool, das man nutzen kann. Ja. 

MAX MEISTER: Dann machen wir doch vielleicht zum Abschluss noch eine Übung. Also ich habe jetzt leider schon realisiert, dass der eine Case bei mir wahrscheinlich zu klein ist und bei dem anderen ist der Mehrwert vielleicht von eurer Software nicht so groß, dass man das unbedingt als ersten Schritt macht. Jetzt würde mich aber interessieren, was sind denn heute so eure klassischen Kunden? Kannst du da mal einfach ein Szenario noch beschreiben, damit die Hörer auch und Hörerinnen einfach so ein bisschen Gefühl dafür kriegen? 

VIKTOR SPLITTGERBER: Ja. Also klassischerweise, das, was du jetzt hier gefragt hast, ist, was wir ganz oft haben, ne? Da gehen wir, Kunden kommen zu uns, die haben noch keine Roboter, in kleinen Anwendungen geben wir Empfehlungen, teilweise ohne jetzt selbst die Planung zu übernehmen. Wir sagen, okay hier, habe ich jetzt auch gemacht beispielsweise Carrybots, könnte sich anbieten, weil einfach vom Gewicht, von den Anforderungen könnte das passen, ne? Und Lots of Bots kann man dort auch eben selbst nutzen. Wir haben andere, wie ID-Logistics, das ist ein großer 3PLer, wo wir das komplette Netzwerk gescannt haben, für sinnvolle Anwendungsfälle, ja? Wo es wirklich darum geht, eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten für mobile Robotic zu finden, zu vergleichen und auch zu bewerten, was man da als Erstes und vielleicht auch gar nicht umsetzt, ja. Das sind so die eine Kundenkategorie und die, die jetzt starten und dann gibt es die zweite Kundenkategorie, die jetzt in die Umsetzung gehen, die erste Geräte einsetzen oder halt auch schon ein Stück weiter sind, wo es darum geht, Analysesichtbarkeit zu schaffen. Die sagen, wir haben vielleicht schon, das gibt es ja auch, wie bei euch jetzt, stellt dir vor, du nimmst nen MIA, der vielleicht nur zwanzig, dreißig Prozent ausgelastet ist, aber du weißt nicht genau, wie viel, ne? Dann könntest du dem vielleicht das gleiche Gerät an unterschiedlichen Stellen in dem Lager einsetzen, für unterschiedliche Aufgaben. Aber dafür müsste man grundsätzlich erstmal wissen, wie viel der überhaupt genutzt wird, ne? Da sind wir dann mit Waku-Sense viel unterwegs.

MAX MEISTER: Das wäre ein Vorteil eher aus dem Bereich Analytics, wo wir vorher auch kurz gesprochen hatten, der (unv. #00:29:44-7# ) Mobile-Industrial-Robots oder so, ist auch so ein autonomes

VIKTOR SPLITTGERBER: Genau. 

MAX MEISTER: Fahrgestellt oder ein autonomer Roboter? 

VIKTOR SPLITTGERBER: Genau. Ja. 

MAX MEISTER: Also du hast jetzt auch grade nochmal von Lots of Bots gesprochen. Ihr habt eine Finanzierung abgeschlossen, jetzt würde mich natürlich interessieren, wie ist denn da das Geschäftsmodell jetzt dahinter? Also einmal Lots of Bots und einmal Waku-Robotics. Damit man so ein Gefühl dafür kriegt auch, was für Kosten auf einen zukommen? 

VIKTOR SPLITTGERBER: Ja. 

MAX MEISTER: Als Anwender. Als Nutzer.  

VIKTOR SPLITTGERBER: Absolut. Grundsätzlich, Lots of Bots ist ja eine Website, die frei zur Verfügung steht. Wir bauen dort einfach Werkzeuge für Kunden wie dich jetzt, um dort beispielsweise Roboter zu vergleichen. Wir haben da zukünftig auch ein Login, da können sich auch schon einzelne bei uns melden für Early Acccess quasi und ROI Rechner, genau die Fragen, die man halt hat, wenn man jetzt damit anfängt, ne? Also das ist ja genau das, was wir jetzt hier grad angerissen haben. Das ist frei, ne? Finanziert wird das Ganze durch Premiumprofile, die dort höher angezeigt wird, ähnlich wie Google Ads, ne? Dort arbeiten wir mit Herstellern zusammen, die einfach mehr Sichtbarkeit haben wollen, die auch ein bisschen prominenter platziert werden. Und dann eben das Ganze gegenfinanzieren, ne? Das ist im Prinzip so das eine Produkt. Das Zweite ist Beratung, dort, wie gesagt, arbeiten wir mit vielen kleinen und großen Firmen, um Projekte von Konzeption, Strategie, bis hin wirklich in die detaillierte Umsetzungsplanung zu begleiten und auch Vergleich Autostore gegenüber Goods to Person oder sowas, ne? Oder insgesamt, was eigentlich meine beste Lösung, vielleicht ist auch manuelles Lager das Beste. Also da machen wir wirklich, planen wir die Expertise Robotik. Aber man muss das schon gegenüber den anderen Technologien vergleichen können, damit man da eine sinnvolle Aussage treffen kann. Das ist das Zweite, ist ein klassisches Beratungsgeschäft. Und das Dritte ist eben die Software, wo wir pro Roboter pro Monat beziehungsweise pro Jahr eben abrechnen, für das Analytics beziehungsweise für das Thema Interoperabilität. 

MAX MEISTER: Und ist das sozusagen immer der gleiche Betrag oder ist das kundenabhängig oder wie funktioniert das, pro Roboter, pro Monat? 

VIKTOR SPLITTGERBER: Das ist, also das ist für Kunden das Gleiche, das ist natürlich, wenn man mehr Roboter hat, kostet das weniger, wenn man sehr viele Roboter hat. Also wir haben Kunden, da sprechen wir über viele tausend Geräte, dann hat man natürlich einen anderen Preis, als wenn ich vielleicht nur fünf Geräte habe, ne? Aber ja. Das ist auf jeden Fall.

MAX MEISTER: Okay. 

VIKTOR SPLITTGERBER: Wir gucken natürlich, dass wir da Win-Win-Situationen erzeugen, dass man sich da auch auf einen Preis einigt, der auch sinnvoll ist, zu dem Nutzen, den man schafft. 

MAX MEISTER: Und die Beratung, das habe ich jetzt nicht sozusagen komplett verstanden. Ist das sozusagen, dass ihr gemeinsam mit Beratungen die Kunden bearbeitet und dann Empfehlungen aussprecht oder ist das wirklich so, dass ihr da Automatisierungsstrategien bereitet und entwickelt mit den Kunden? 

VIKTOR SPLITTGERBER: Also genau wie du jetzt hier mit einer Anwendung kommst, machen wir dann, wir haben Inhouse-Berater und mit denen arbeiten wir wirklich von Konzeption bis zur Umsetzung, bis die Roboter fahren, sage ich mal und dann halt optimiert sind. Das ist auch unser Ziel, langfristig mit Kunden zu arbeiten, das klappt auch sehr gut, dass man wirklich dort Vertrauen aufbaut, über eine lange Zeit und halt einfach langfristig zusammenarbeitet und das ist unser Ziel und das klappt auch sehr gut, weil wir dort im Sinne des Kunden definitiv agieren, ja. Also heißt, da machen wir wirklich ganz konkret Beratung. 

MAX MEISTER: Und wie verteilen sich, also kannst du mal kurz beschreiben, wie groß ist eure Firma jetzt und wie verteilen sich die Mitarbeiter ungefähr auf die drei Bereiche? 

VIKTOR SPLITTGERBER: Unsere Firma ist ungefähr 17 Leute, ja? Wächst sehr dynamisch, wie gesagt, wir haben ja grad die 1,5 Millionen Euro Funding gekriegt, unter anderem auch von dem Gründer von Agilox, worauf wir sehr stolz sind, weil die ein sehr, sehr intelligentes, sehr gutes System haben und ja, sozusagen dort auch nochmal uns das nötige Vertrauen dort entgegengebracht haben, dass wir einfach eine qualitativ hochwertige Lösung haben. Und von den Mitarbeitern kann man, sagen wir mal, vielleicht ein Drittel, ein Drittel, ein Drittel. Ein Drittel ist Tec, ein Drittel ist Vertrieb, Marketing und so weiter, ne? Wir sind ja fünf Gründer und dann der dritte Teil ist dann Beratung.

MAX MEISTER: Okay. Und dann kann ich eigentlich zum Abschluss jetzt aus meiner Sicht festhalten, im Moment meine Anwendungen, also zumindest die, die wir diskutiert haben, noch zu klein, aber es macht schon Sinn, einfach da mal die Themen ein bisschen zu sammeln und wenn ich dann vielleicht insgesamt mit vier, fünf Anwendungen zu euch komme, dann wäre ja bei euch in Kombination zwischen Lots of Bots und Beratung im ersten Step ja vielleicht die Chance, dass ihr sagt, na, aber du brauchst nicht fünf verschiedene Systeme, sondern vielleicht können wir das auch mit einem oder mit zweien bauen. Also das wäre jetzt meine Hoffnung, dass wir zumindest da eine kleine Chance haben. 

VIKTOR SPLITTGERBER: Zu klein würd ich jetzt gar nicht sagen. So Geräte gehen bei 10.000 Euro los, muss man sich überlegen, also muss man entweder mal gemeinsam kalkulieren ob das schon was ist, wo man investieren kann? Wenn man da ernsthaft dahinter ist, das haben wir ja kurz angerissen, ist es sinnvoll eigentlich eine Strategie da vorher festzulegen. Die größten Schwierigkeiten entstehen dann, wenn man halt mal so loslegt, das Ist zwar schön dieses hands on, aber kann halt später dann zu Problemen führen, weil man jetzt nicht daran gedacht hat, wie eigentlich die Wege geplant werden und so und dann hat man einen Haufen Aufwand. Unsere Empfehlung ist dann eigentlich zu sagen okay also man nimmt sich das Thema ernsthaft vor, bucht mal ein kleines Beratungspaket von sagen wir mal 5.000 Euro, 10.000 Euro, das muss nicht viel sein, um mal grundsätzlich mal festzulegen wo man hin will.

MAX MEISTER: Ja okay. Also da muss ich noch ein bisschen drüber nachdenken, aber grundsätzlich ist das Thema meiner Meinung nach sehr interessant und eine Sache hast du ja auch eingangs gesagt, es geht ja nicht nur da drum, dass man sich Geld spart, sondern es geht ja auch einfach da drum, dass man eigentlich nicht genügend Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen findet. Und wenn man das irgendwie hinkriegt, dass man da sich sozusagen ein bisschen unabhängiger macht, glaube ich, ist das strategisch auf jeden Fall sinnvoll, also das denke ich zumindest. Oder das ist auch ein Grund, warum wir uns überhaupt mit dem Thema beschäftigen, Uns ist ja jetzt ja nicht grad langweilig im Moment. 

VIKTOR SPLITTGERBER: Ja. 

MAX MEISTER: Aber sehe ich auf jeden Fall als Chance, ja. 

VIKTOR SPLITTGERBER: Ja, Qualität, Mitarbeiterverfügbarkeit ist das Thema.

MAX MEISTER: (…) Ja. Dann würde ich jetzt mal oder ich notiere mir mal, dass ich die Anwendungen insgesamt mal zusammen sammle und dann vielleicht melde ich mich mal für eine saubere Automatisierungsstrategie, weil ich das Thema durchaus interessant finde. Und ansonsten surfe ich weiter, Samstagvormittags auf Lots of Bots und stelle mir vor, wo die sozusagen grade bei uns rumfahren. Und ja, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Danke für deine Insides und ich wünsche dir mega viel Erfolg, spannendes Thema und hat auf jeden Fall Potential, so sehe ich das auf jeden Fall, ja. 

VIKTOR SPLITTGERBER: Vielen Dank Max, hat Spaß gemacht. 

MAX MEISTER: Gut, danke. Ciao. 

VIKTOR SPLITTGERBER: Ciao. 

 

 

Links:

Ludwig Meister

Max Meister Linkedin

 WAKU Robotics

Lots of Bots

Viktor Splittgerber Linkedin

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