Zukunft der Logistik: Warum Szenarien, KI und Robotik über Wettbewerbsfähigkeit entscheiden

Max Meister im Gespräch mit Timo Landener, Leiter Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit bei Körber Supply Chain GmbH.

Die Zukunft der Logistik steht im Mittelpunkt dieser Episode von „Max und die Supply Chain Helden“. Max Meister spricht mit Timo Landener, Leiter Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit bei Körber, über Zukunftsforschung als unternehmerisches Werkzeug – und warum sie weit mehr ist als das Lesen von Trendreports.

Timo Landener macht früh deutlich: Zukunft entsteht nicht durch das Konsumieren von Trends, sondern durch deren aktive Weiterentwicklung. Unternehmen müssen lernen, aus bestehenden Entwicklungen konkrete Szenarien abzuleiten und diese kritisch zu diskutieren. Genau hier beginnt strategische Arbeit – nicht bei der Prognose, sondern bei der bewussten Auseinandersetzung mit möglichen Zukünften.


Szenarien statt Prognosen: Der neue Umgang mit Unsicherheit

Ein zentraler Gedanke des Gesprächs ist die Abkehr von linearem Denken. Zukunft ist nicht vorhersagbar, aber gestaltbar. Timo Landener beschreibt, wie Unternehmen aus Trends verschiedene Zukunftsbilder entwickeln, Wahrscheinlichkeiten zuweisen und daraus strategische Entscheidungen ableiten.

Diese Szenarien eröffnen sogenannte Handlungsräume. Sie ermöglichen es Unternehmen, bewusst zu entscheiden, ob sie in Technologien investieren, abwarten oder alternative Wege gehen. Besonders relevant: Diese Auseinandersetzung schafft etwas, das vielen Organisationen fehlt – Optimismus und Handlungssicherheit.


Disruption durch Robotik: Der wahre Gamechanger

Ein inhaltlicher Schwerpunkt ist die Rolle humanoider Robotik in der Zukunft der Logistik. Während der öffentliche Diskurs stark auf spektakuläre Fähigkeiten fokussiert ist, differenziert Timo klar: Die eigentliche Herausforderung liegt nicht im Gesamtsystem, sondern im Detail – konkret in der Greiftechnik.

Die sogenannte „Dexterity Gap“, also die fehlende Feinmotorik von Robotern, ist aktuell der limitierende Faktor. Wer dieses Problem löst, wird laut Timo zum Gamechanger der gesamten Branche. Gleichzeitig warnt er vor überhöhten Erwartungen: Die technologische Entwicklung ist real, aber langsamer als der Hype suggeriert.

Besonders spannend ist der Gedanke des kollektiven robotischen Lernens. Einmal erlernte Fähigkeiten können global skaliert werden – ein exponentieller Vorteil gegenüber menschlichem Lernen.


KI als Disruptor im Management

Neben der physischen Automatisierung diskutieren die beiden intensiv die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf wissensbasierte Arbeit. Die These: Während klassische operative Tätigkeiten stabil bleiben könnten, steht insbesondere das Middle Management vor massiven Veränderungen.

KI wird zunehmend in der Lage sein, komplexe Analysen, Innovationsvorschläge und Entscheidungsgrundlagen zu liefern. Das verändert nicht nur Prozesse, sondern auch Machtstrukturen in Unternehmen. Entscheidungen könnten künftig stärker daten- und modellbasiert getroffen werden – mit Auswirkungen auf Rollen, Verantwortung und Führung.


Reinhören lohnt sich!

Die Episode macht deutlich, dass die Zukunft der Logistik nicht durch einzelne Technologien entschieden wird, sondern durch die Fähigkeit von Unternehmen, systemisch zu denken, Unsicherheit auszuhalten und aktiv Handlungsräume zu nutzen.

Wer Trends nur beobachtet, wird reagieren müssen. Wer sie durchdenkt, kann gestalten.

Jetzt reinhören und verstehen, wie Zukunftsforschung, KI und Robotik konkrete strategische Vorteile in der Logistik schaffen können.

Fragen, Kritik, Lob oder Anregungen für Wunschthemen immer gerne unter max@supplychainhelden.de

 

 

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Lieferkettenresilienz im B2B: Wie Digitalisierung, Daten und Erfahrung Krisen beherrschbar machen

Max Meister im Gespräch mit Nicole Ohlmann, Studentin an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Die Lieferkettenresilienz im B2B steht im Mittelpunkt dieser besonderen Podcastfolge – diesmal mit vertauschten Rollen: Max Meister wird von Studentin Nicole Ohlmann interviewt. Ausgangspunkt ist ihre Masterarbeit über digitale Plattformen und deren Beitrag zur Resilienz von Supply Chains. Daraus entsteht ein tiefgehendes Gespräch über reale Herausforderungen, technologische Lösungen und die Grenzen von Automatisierung.

Max Meister, Co-CEO von Ludwig Meister, gibt dabei praxisnahe Einblicke in die Steuerung eines komplexen technischen Großhandels mit Millionen von Artikeln und tausenden Kunden. Besonders deutlich wird: Die Sicherstellung von Verfügbarkeit bei gleichzeitig wachsender Volatilität ist eine der zentralen Herausforderungen moderner Lieferketten.


Zwischen Automatisierung und Realität: Was in Krisen wirklich zählt

Ein zentrales Learning der Episode ist der Umgang mit globalen Disruptionen. Ob Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg oder geopolitische Spannungen – jede Krise wirkt anders auf die Supply Chain. Während Covid-19 massive und unvorhersehbare Lieferausfälle verursachte, waren andere Ereignisse eher preistreibend als versorgungsgefährdend.

Besonders spannend: Ludwig Meister setzt auf eine hochautomatisierte Bestandsplanung, die bereits frühzeitig Veränderungen erkennt – teilweise noch bevor diese im Markt sichtbar werden. Diese datengetriebene Steuerung erwies sich als klarer Wettbewerbsvorteil. Gleichzeitig wird aber auch klar: In akuten Krisensituationen bleibt manuelles Eingreifen, insbesondere in der Kommunikation mit Lieferanten und Kunden, unverzichtbar.


Digitale Integration als Fundament der Lieferkettenresilienz im B2B

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der digitalen Vernetzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Über EDI, APIs und Plattformen wie SAP, Ariba oder Coupa ist Ludwig Meister tief in die Systeme seiner Kunden und Lieferanten integriert. Ziel ist es, Prozesse zu automatisieren und skalierbar zu gestalten – ohne proportional steigenden Personalaufwand.

Doch trotz hoher Digitalisierung bleibt eine Herausforderung bestehen: mangelnde Standardisierung. Unterschiedliche Artikelbezeichnungen und fragmentierte Datenstrukturen führen zu erheblichem Aufwand in der täglichen Praxis. Hier sieht Max Meister großes Potenzial für zukünftige Innovationen.


Blick nach vorn: Daten, KI und Transparenz

Für die Zukunft sieht Max Meister vor allem drei Hebel zur weiteren Stärkung der Lieferkettenresilienz im B2B: bessere Transparenz entlang der Supply Chain, datenbasierte Risikoanalysen – zunehmend auch mit KI – sowie standardisierte Datenstrukturen. Ergänzt wird dies durch wachsende Anforderungen an Nachhaltigkeit und CO₂-Transparenz.


Reinhören lohnt sich!

Die Episode zeigt eindrucksvoll, dass technologische Systeme heute bereits einen enormen Beitrag leisten – aber erst in Kombination mit Erfahrung, Kommunikation und strategischem Denken ihre volle Wirkung entfalten.

Wer verstehen möchte, wie moderne Unternehmen ihre Lieferketten resilient gestalten und welche Rolle digitale Plattformen dabei spielen, sollte diese Episode unbedingt anhören.

Fragen, Kritik, Lob oder Anregungen für Wunschthemen immer gerne unter max@supplychainhelden.de

 

 

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Simulation in der Logistik: Warum KI ohne digitale Zwillinge nicht auskommt

Max Meister im Gespräch mit Prof. Dr. Stefan Galka, Professor an der Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg).

Simulation in der Logistik ist weit mehr als ein theoretisches Werkzeug – sie bildet die Grundlage für fundierte Entscheidungen in komplexen Supply-Chain-Systemen. In dieser Episode spricht Max Meister mit Prof. Dr. Stefan Galka über den aktuellen Stand von Simulation, digitalen Zwillingen und den realistischen Einsatz von KI in der Intralogistik.

Dabei wird schnell klar: Trotz wachsender KI-Fähigkeiten bleibt Simulation unverzichtbar. Gerade in dynamischen Logistiksystemen mit vielen Wechselwirkungen lassen sich Entscheidungen nicht allein analytisch oder durch KI-Modelle treffen. Simulation schafft hier Transparenz, indem sie reale Prozesse datenbasiert abbildet und Szenarien überprüfbar macht.


Digitale Zwillinge in der Simulation in der Logistik: Anspruch und Realität

Ein zentrales Thema ist der digitale Zwilling – ein Begriff, der häufig inflationär verwendet wird. Stefan Galka differenziert klar: Ein echter digitaler Zwilling ist ein lebendes Modell, das kontinuierlich mit realen Daten gespeist wird und aktiv in Entscheidungsprozesse eingreift.

Die Herausforderung liegt weniger im initialen Aufbau, sondern im dauerhaften Betrieb. Viele Modelle verschwinden nach einmaliger Nutzung „in der Schublade“. Der eigentliche Mehrwert entsteht jedoch erst, wenn Simulationen kontinuierlich aktualisiert werden und jederzeit einsatzbereit sind.


Simulation in der Logistik und KI: Warum beide Technologien zusammengehören

Ein besonders spannender Aspekt der Folge ist das Zusammenspiel von Simulation und KI. Simulation in der Logistik wird hier zum Trainingsumfeld für sogenannte Reinforcement-Learning-Agenten. Diese lernen, Entscheidungen – etwa zur Auftragsverteilung oder Routenoptimierung – anhand von Feedback zu verbessern.

Ohne Simulation wäre dieses Training in der Praxis kaum möglich, da reale Systeme nicht schnell genug genügend Daten liefern. Gleichzeitig bleibt KI eine Blackbox, während Simulation nachvollziehbar bleibt. Genau hier ergänzen sich beide Ansätze ideal: Simulation liefert Transparenz und Validierung, KI Geschwindigkeit und Skalierbarkeit.


Daten sind entscheidend – aber nicht ausreichend

Ein weiterer wichtiger Punkt: Mehr Daten bedeuten nicht automatisch bessere Ergebnisse. Auch bei umfangreichen Tracking- und Prozessdaten bleibt die Modellierung komplex. Einflussfaktoren wie Mitarbeiterverhalten oder Materialeigenschaften müssen berücksichtigt werden, sonst bleiben Prognosen ungenau.

Das zeigt: Der Einsatz von Simulation und KI erfordert nicht nur Daten, sondern vor allem ein tiefes Prozessverständnis und klare Zieldefinitionen.


Praxisrelevanz: Wo Simulation echten Mehrwert liefert

Simulation entfaltet ihren größten Nutzen dort, wo Systeme komplex und schwer berechenbar sind – etwa bei der Dimensionierung von fahrerlosen Transportsystemen oder bei der Bewertung von Investitionsentscheidungen.

Ein klarer Take-away für Unternehmen: Simulation lohnt sich besonders dann, wenn Unsicherheit, Wechselwirkungen und hohe Investitionen zusammentreffen.


Exkurs: Seilbahnen als unterschätzte Transportlösung

Zum Abschluss wird es überraschend praxisnah: Stefan Galka gibt Einblicke in ein Forschungsprojekt zu urbanen Seilbahnen als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr. Auch hier spielt Simulation eine zentrale Rolle – etwa bei der Analyse von Kapazitäten, Wartezeiten und Netzstrukturen.

Das Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie vielseitig Simulation eingesetzt werden kann – weit über klassische Lager- und Produktionssysteme hinaus.


Reinhören lohnt sich!

Simulation bleibt ein zentrales Werkzeug der Logistik – nicht trotz, sondern gerade wegen KI. Wer fundierte Entscheidungen treffen und neue Technologien sinnvoll einsetzen will, kommt an ihr nicht vorbei.

Jetzt reinhören und verstehen, wie Simulation und KI gemeinsam die Zukunft der Logistik gestalten.

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Automatisierung in der Intralogistik: Wie cellumation den Materialfluss neu denkt

Max Meister im Gespräch mit Theresa Gröninger, Head of Business Development und Marketing bei cellumation.

Der celluveyor in der Intralogistik steht im Mittelpunkt dieser Podcastfolge von „Max und die Supply Chain Helden“. Max Meister spricht mit Theresa Gröninger, Head of Business Development und Marketing bei cellumation, über eine Technologie, die klassische Fördertechnik neu interpretiert. Im Gespräch wird schnell deutlich: Hinter dem auffälligen Messe-Motto „Bier ab 4“ auf der LogiMAT steckt weit mehr als nur Marketing – nämlich ein innovativer Ansatz zur Automatisierung komplexer Materialflussprozesse.

Der sogenannte celluveyor basiert auf einer modularen Oberfläche aus hexagonalen Roboterzellen. Jede dieser Zellen verfügt über omnidirektionale Räder, die Objekte in nahezu jede Richtung bewegen können. Im Gegensatz zur klassischen Fördertechnik, die meist linear aufgebaut ist, erlaubt dieses System Bewegungen in alle Richtungen. Dadurch entstehen völlig neue Möglichkeiten für Sortierung, Vereinzelung, Zusammenführung oder Ausrichtung von Produkten.


Vom linearen Förderband zum dynamischen Materialfluss

Theresa Gröninger beschreibt die klassische Fördertechnik anschaulich als „Super-Mario-Spiel“: Produkte bewegen sich meist nur vorwärts und benötigen zusätzliche Komponenten für Richtungswechsel. Der celluveyor in der Intralogistik verwandelt diesen linearen Ansatz dagegen in ein „FIFA-Spiel“, bei dem Objekte frei auf einer Fläche gesteuert werden können.

Ein entscheidender Vorteil liegt in der Flexibilität. Mehrere Ein- und Ausgänge können auf derselben Oberfläche realisiert werden. Zudem lassen sich Materialflüsse softwareseitig anpassen – sogar während des Betriebs. Dadurch eignet sich die Technologie besonders für Anwendungen mit hoher Komplexität, etwa bei Sortierprozessen, der Vereinzelung großer Mengen oder der Vorbereitung von Palettenlagen.


Kamera, Software und KI als nächste Evolutionsstufe

Besonders leistungsfähig wird der celluveyor durch die Integration von Kameratechnologie. Eine 3D-Time-of-Flight-Kamera erkennt Objekte anhand ihrer Konturen und übergibt diese Informationen an die Software. So können Bewegungen präzise gesteuert und auch asymmetrische oder schwer ausbalancierte Güter zuverlässig transportiert werden.

Das eröffnet zusätzliche Anwendungsfelder: von hochperformanter Paketvereinzelung mit bis zu 10.000 Einheiten pro Stunde bis hin zu komplexen Palettierprozessen. Gleichzeitig arbeitet cellumation daran, weitere Funktionen zu integrieren – etwa Volumenmessungen oder zusätzliche Datenservices direkt über das System.


Vom Startup zur globalen Automatisierungstechnologie

cellumation wurde 2017 gegründet und hat inzwischen über 300 Systeme weltweit im Einsatz. Der Weg dorthin war jedoch alles andere als geradlinig. Nach ersten Pilotprojekten bremste die Corona-Pandemie das junge Unternehmen zunächst aus. Gleichzeitig nutzte das Team diese Zeit, um Technologie und Produktionsprozesse weiter zu stabilisieren.

Heute expandiert cellumation international – unter anderem mit einer neuen Präsenz in den USA. Besonders spannend: In Märkten mit hohen Arbeitskosten und großer Automatisierungsbereitschaft entstehen derzeit neue Einsatzfelder für den celluveyor.


Reinhören lohnt sich!

Ein zentrales Learning aus der Wachstumsphase: Kunden müssen zunächst verstehen, welche Möglichkeiten eine neue Technologie eröffnet. Deshalb sieht sich cellumation nicht nur als Anbieter von Automatisierung, sondern auch als Vermittler neuer Materialflusskonzepte.

Die wichtigste Frage lautet dabei nicht: „Welche Technik brauchen wir?“ – sondern: „Welches Problem wollen wir lösen?“

Wer wissen möchte, wie innovative Fördertechnologien den Materialfluss flexibler, kompakter und effizienter machen können, sollte unbedingt in diese Episode von „Max und die Supply Chain Helden“ reinhören.

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Verpackungsautomatisierung im E-Commerce: Box First vs. Box Last im Praxisvergleich

Max Meister im Gespräch mit Oliver Betzer, Senior Sales und Business Development Manager bei CMC Deutschland GmbH.

Verpackungsautomatisierung im E-Commerce ist längst mehr als eine Frage der Technik. Sie entscheidet über Effizienz, Materialeinsatz, Nachhaltigkeit, Skalierbarkeit und letztlich über die Wettbewerbsfähigkeit im Versandgeschäft. In dieser Episode von „Max und die Supply Chain Helden“ spricht Max Meister mit Oliver Betzer, Business Development Manager und Senior Sales Manager bei CMC Deutschland GmbH, über die grundlegenden Unterschiede zwischen Box-First- und Box-Last-Systemen – und darüber, was das konkret für B2B-Unternehmen bedeutet.

CMC gilt als Pionier im Bereich automatisierter Verpackungslösungen und ist insbesondere im internationalen E-Commerce-Umfeld stark positioniert. Im Gespräch wird deutlich: Wer sich heute mit Verpackungsautomatisierung beschäftigt, muss Prozesse ganzheitlich denken – vom Picking über Stammdaten bis hin zu regulatorischen Anforderungen wie der neuen EU-Verpackungsverordnung.


Box First vs. Box Last: Prozesslogik mit weitreichenden Folgen

Beim klassischen Box-First-Ansatz steht der Karton am Anfang des Prozesses. Mitarbeitende oder automatisierte Systeme wählen eine vordefinierte Verpackungsgröße, kommissionieren die Ware hinein und reduzieren gegebenenfalls das Volumen. Das Verfahren ist etabliert, vergleichsweise einfach integrierbar und mit geringeren Einstiegskosten verbunden.

Der Box-Last-Ansatz kehrt diese Logik um. Hier werden die Artikel zunächst unverpackt konsolidiert und inline vermessen. Erst danach wird der Karton passgenau produziert – exakt auf Basis der realen Abmessungen. Das reduziert Leervolumen, senkt Materialverbrauch und verbessert das Unboxing-Erlebnis. Gerade vor dem Hintergrund der neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR), die klare Vorgaben zu Leerraum und Recyclingfähigkeit macht, gewinnt dieser Ansatz strategisch an Bedeutung.


Hybridlösungen als Brücke zwischen Effizienz und Flexibilität

Besonders spannend für Unternehmen mit komplexen Sortimenten sind hybride Systeme wie die CMC Genesis mit Vary-Tote-Technologie. Hier werden Artikel in verstellbaren Behältern konsolidiert, stabilisiert transportiert und erst in der Maschine in einen passgenauen Karton überführt. Das ermöglicht auch die automatisierte Verpackung von Multi-Order-Aufträgen mit unterschiedlichsten Artikelformen.

Ein besonderer Mehrwert dieser Episode: Wer die Technologie nicht nur theoretisch verstehen, sondern live erleben möchte, hat auf der LogiMAT die Gelegenheit dazu. CMC präsentiert dort innovative Automatisierungslösungen – unter anderem eine neue „Super Vertical“-Variante, die auf kleiner Fläche hohe Leistung ermöglicht und insbesondere für Brownfield-Integrationen interessant ist.

Gerade für Entscheider aus Intralogistik, E-Commerce und technischem Großhandel bietet die Messe die Möglichkeit, unterschiedliche Automatisierungsansätze direkt zu vergleichen, kritische Fragen zu stellen und konkrete Anwendungsfälle zu diskutieren.


Investition, ROI und regulatorischer Druck

Die Investitionssummen bewegen sich – je nach Ausbaustufe – im sechsstelligen bis siebenstelligen Bereich. Entscheidender als der reine Maschinenpreis ist jedoch die vorgelagerte Analyse: Sortimentsstruktur, Single- vs. Multi-Anteil, Peak-Volumina, Materialeinsatz, Versandkostenlogik.

Verpackungsautomatisierung im E-Commerce wird damit zur strategischen Entscheidung auf Geschäftsleitungsebene. Sie berührt Themen wie Fachkräftemangel, Nachhaltigkeitsziele, Kundenerlebnis und regulatorische Compliance gleichermaßen.


Reinhören lohnt sich!

Wer verstehen möchte, welche technologischen Optionen heute realistisch sind, wie sich Box-First- und Box-Last-Konzepte im industriellen Alltag schlagen – und wer sich selbst ein Bild auf der LogiMAT machen möchte –, sollte unbedingt in diese Episode reinhören.

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KI in der Intralogistik: Zwischen Skepsis, Realität und echtem Mehrwert

Max Meister im Gespräch mit Andreas Schellmann, Director Product Management bei PSI.

KI in der Intralogistik ist eines der dominierenden Themen der Branche. Doch wie weit ist die Technologie tatsächlich? In der aktuellen Folge von „Max und die Supply Chain Helden“ spricht Max Meister mit Andreas Schellmann, Director Product Management bei PSI, über den realen Stand von KI im Warehouse Management – aus Perspektive eines etablierten Softwareanbieters.

PSI ist seit über 50 Jahren am Markt, international aufgestellt und mit über 2.000 Mitarbeitenden in mehreren Branchen aktiv. Der Bereich Logistik bildet dabei einen zentralen Schwerpunkt. Mit der Weiterentwicklung von KI-Funktionalitäten innerhalb des eigenen Warehouse Management Systems treibt das Unternehmen die Integration künstlicher Intelligenz in operative Lagerprozesse konsequent voran.

Doch im Gespräch wird schnell klar: KI in der Intralogistik steht noch am Anfang.


Warum KI in der Intralogistik mit Zurückhaltung betrachtet wird

Eine aktuelle Marktstudie von PSI zeigt, dass viele Logistikunternehmen dem Thema KI weiterhin mit Skepsis begegnen. Diese Zurückhaltung ist nachvollziehbar. In hochkritischen logistischen Prozessen sind Stabilität, Transparenz und Nachvollziehbarkeit entscheidend.

Im Podcast wird deutlich, dass KI derzeit häufig im administrativen Umfeld genutzt wird – beispielsweise zur Dokumentenanalyse oder zur Auswertung von Informationen. Die geschäftskritischen Kernprozesse im Lager hingegen werden bislang nur in begrenztem Umfang KI-gestützt gesteuert. Unternehmen wollen verstehen, wie Entscheidungen zustande kommen, wo Daten verarbeitet werden und welche Auswirkungen Veränderungen im operativen Ablauf haben.

KI in der Intralogistik muss daher kontrollierbar, integrierbar und praxisnah sein. Reine Blackbox-Ansätze stoßen im Markt auf wenig Akzeptanz.


Decision Support statt vollständiger Automatisierung

Ein zentraler Punkt im Gespräch ist die Rolle der KI als Unterstützungssystem. PSI verfolgt bewusst einen Decision-Support-Ansatz. Das bedeutet, dass KI operative Daten analysiert, Muster erkennt und alternative Prozessvarianten simuliert. Die finale Entscheidung bleibt jedoch beim Anwender.

Gerade bei komplexen Kommissionierstrukturen mit unterschiedlichen Zonen, Ressourcen und Auftragsprofilen können datenbasierte Simulationen neue Perspektiven eröffnen. Dabei geht es nicht um radikale Systemumbrüche, sondern um schrittweise Optimierung bestehender Prozesse.

Ein Praxisbeispiel aus dem Retail-Umfeld zeigt, dass durch intelligente Prozessoptimierung deutliche Effizienzsteigerungen erzielt werden können. Gleichzeitig wird klar, dass technologische Innovation immer auch organisatorische Veränderung bedeutet. Themen wie Change Management, Datenschutz und interne Akzeptanz spielen eine zentrale Rolle bei der Einführung von KI in der Intralogistik.


Skalierbarkeit und neue Anwendungsfelder

Neben der Optimierung operativer Prozesse entwickelt sich KI zunehmend auch in Richtung Assistenzsysteme. Hochkomplexe Warehouse Management Systeme erzeugen umfangreiche Dokumentationen und Konfigurationsmöglichkeiten. Hier kann KI unterstützen, indem sie Informationen kontextbezogen bereitstellt und Systemwissen zugänglicher macht.

Auch serviceorientierte Geschäftsmodelle gewinnen an Bedeutung. KI-Funktionalitäten werden zunehmend als skalierbare Services angeboten, die flexibel aktiviert und integriert werden können. Dieser Ansatz senkt die Einstiegshürden und ermöglicht es Unternehmen, neue Funktionen schrittweise zu testen.

KI in der Intralogistik entwickelt sich damit nicht als revolutionärer Komplettaustausch bestehender Systeme, sondern als kontinuierliche Erweiterung bestehender Softwarearchitekturen.


Was bedeutet das für Unternehmen?

Das Gespräch zwischen Max Meister und Andreas Schellmann zeigt, dass KI in der Intralogistik vor allem dort Wirkung entfaltet, wo reale operative Herausforderungen adressiert werden. Es geht weniger um Visionen, sondern um konkrete Verbesserungen in Effizienz, Transparenz und Entscheidungsqualität.

Gleichzeitig wird deutlich, dass sich Anbieter und Anwender gleichermaßen in einem Lernprozess befinden. Die Technologie ist verfügbar, doch ihr sinnvoller Einsatz erfordert Erfahrung, Datenqualität und ein klares Verständnis der eigenen Prozesse.

KI in der Intralogistik ist damit kein kurzfristiger Trend, sondern ein strategisches Entwicklungsfeld für die kommenden Jahre.


Reinhören lohnt sich!

Wer verstehen möchte, wo KI heute tatsächlich steht und welche Potenziale sich für Warehouse Management und Lagerprozesse ergeben, sollte unbedingt in diese Folge von „Max und die Supply Chain Helden“ reinhören.

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Mehr als Burger: Wie burgerme Marketing und Franchise neu definiert

Max Meister im Gespräch mit Manfred „Luigi“ Lugmayr, CMO von burgerme.

Burger liefern kann heute fast jeder. Eine starke Marke aufbauen, über 120 Franchise-Stores steuern und dabei Marketing, Daten und Künstliche Intelligenz intelligent verzahnen – das können nur wenige. In dieser Episode von Max und die Supply Chain Helden spricht Max Meister mit Manfred „Luigi“ Lugmayr, CMO von burgerme, über genau diesen Weg. Das Gespräch zeigt eindrucksvoll, warum burgerme längst mehr als ein Burger-Lieferdienst ist – und wie das Unternehmen Marketing und Franchise neu definiert.


Vom Lieferdienst zur skalierbaren Franchise-Marke

burgerme wurde vor rund 15 Jahren in München gegründet – mit dem klaren Fokus auf Lieferung. Statt prominenter Innenstadtlagen setzt das Unternehmen auf optimal platzierte Stores, kurze Lieferzeiten und standardisierte Prozesse. Heute betreibt burgerme über 120 Standorte in ganz Deutschland und erzielt einen Jahresumsatz von über 100 Millionen Euro. Das Fundament dieses Wachstums: ein konsequent durchdachtes Franchise-System, das auf Klarheit, Wiederholbarkeit und partnerschaftliche Unterstützung setzt.


Marketing ohne Schaufenster: Digital First als Pflicht

Da burgerme kaum physische Sichtbarkeit hat, entsteht Markenbekanntheit fast ausschließlich digital. Performance-Marketing, Social Media, Affiliate-Programme und Lieferplattformen sind keine Ergänzung, sondern der Kern der Marketingstrategie. Gleichzeitig verfolgt burgerme konsequent den Ausbau des Own Channels über App und Webshop, um langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen und sich unabhängiger von Marktplätzen zu machen. Ein neues Loyalty-Programm mit Levels, Prämien und exklusiven Erlebnissen soll diese Bindung weiter stärken.


Daten & KI: Operative Exzellenz im Franchise Marketing

Ein zentrales Thema im Gespräch ist der datengetriebene Ansatz von burgerme. In einem eigenen BI-System laufen sämtliche Verkaufs-, Marketing- und Kanal-Daten zusammen. Mithilfe von KI-gestützten Analytics können Entwicklungen heute nahezu in Echtzeit erkannt und interpretiert werden – ohne klassische, starre Dashboards. Für Luigi ist klar: KI ist kein Gimmick, sondern ein Produktivitäts- und Entscheidungswerkzeug, das Marketing, Steuerung und Strategie massiv verändert.


Virtual Brands: Mehr Umsatz aus derselben Küche

Neben der Hauptmarke burgerme betreibt das Unternehmen mehrere sogenannte Virtual Brands wie Projekt B, Einburger oder Chickie Chick. Diese existieren ausschließlich digital und sprechen gezielt unterschiedliche Zielgruppen an. Für Franchise-Partner bedeutet das: bessere Küchenauslastung, zusätzliche Umsätze und mehr Flexibilität – ohne neue Standorte oder zusätzliche Infrastruktur.


Franchise neu gedacht: Wie Systeme Qualität sichern

Einheitliche Qualität entsteht bei burgerme durch zentrale Einkaufsstrukturen, klar definierte Prozesse, externe Qualitätschecks und Betriebsberater, die nicht kontrollieren, sondern unterstützen. Franchise wird hier nicht als Einschränkung verstanden, sondern als Hebel für Skalierung, bei dem Daten, Standards und Know-how für alle zugänglich gemacht werden.


Reinhören lohnt sich!

Diese Podcast-Folge zeigt, wie ein modernes Franchise-Unternehmen heute funktioniert: digital, datengetrieben und konsequent kundenzentriert. burgerme beweist, dass erfolgreiche Systemgastronomie längst nicht mehr nur eine Frage des Produkts ist, sondern von Marketing, Technologie und klaren Strukturen lebt.

Wer verstehen will, wie Marketing und Franchise neu gedacht werden können, sollte in diese Folge unbedingt reinhören.

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Kooperation in der Logistik: Wenn Podcast-Welten aufeinandertreffen

Max Meister im Gespräch mit Tobias Lindner und Andreas Reuther vom „Logistikpodcast“.

Kooperation in der Logistik ist mehr als ein Buzzword – sie ist der Schlüssel für Innovation, Vertrauen und nachhaltiges Wachstum. In dieser besonderen Crossover-Folge trifft Max Meister, Host des Podcasts „Max und die Supply Chain Helden“ und CEO von Ludwig Meister, auf Tobias Lindner und Andreas Reuther vom „Logistikpodcast“. Gemeinsam sprechen sie über die Kraft der Zusammenarbeit – nicht nur in der Praxis, sondern auch im Medium Podcast selbst.


Ein Gespräch auf Augenhöhe

Im Mittelpunkt steht das Thema Kooperation: Was bedeutet sie wirklich im Unternehmensalltag? Wie funktioniert sie in der Praxis – zwischen Menschen, Abteilungen oder sogar Podcasts? Die drei Gesprächspartner bringen ihre Perspektiven, Erfahrungen und Learnings ein – authentisch, reflektiert und mit dem Blick fürs Wesentliche.

Dabei wird schnell klar: Gute Zusammenarbeit beginnt mit Vertrauen, Zuhören und einem offenen Mindset. Ob beim Start in ein neues Unternehmen oder bei der Umsetzung eines Projekts – wer sich auf andere einlässt, gewinnt.


Menschen im Mittelpunkt der Logistik

Obwohl Technik, Systeme und Automatisierung wichtige Bestandteile moderner Logistik sind, rückt diese Episode den Menschen in den Fokus. Andreas Reuther beschreibt, warum die ersten 30 Tage in einem neuen Job ausschließlich dem Zuhören gehören sollten. Tobias Lindner ergänzt: „Führung beginnt mit Interesse an Menschen, nicht mit Excel-Tabellen.“

Die Hosts teilen, wie sie mit dem Podcast eine Plattform geschaffen haben, die echte Beziehungen aufbaut – zu Hörer:innen, Gästen und innerhalb ihres Netzwerks.


Podcasting als Werkzeug für Kultur und Netzwerk

Max Meister berichtet von seinen Erfahrungen als Solo-Podcaster und fragt offen: Wie bleibt man motiviert, wenn Feedback ausbleibt? Tobias und Andreas erzählen, wie sie sich gegenseitig motivieren, sich gegenseitig zur Verlässlichkeit verpflichten – und wie jede Folge einen kleinen Unterschied machen kann.

Ein schöner Nebeneffekt: Ein wachsendes Netzwerk aus belastbaren Kontakten. „Wir könnten 100 Leute anrufen, wenn wir auf ein Problem stoßen – weil durch den Podcast echte Verbindungen entstanden sind“, so Andreas.


Kooperation braucht Klarheit – auch in der Praxis

Auch die Schattenseiten kommen zur Sprache: Missverständnisse, falsche Rollenbilder und gescheiterte Kooperationen. Max teilt offen, wo es hakt – und was er daraus gelernt hat. Sein Appell: Wer kooperieren will, muss auch bereit sein, Erwartungen transparent zu machen und sich auf Augenhöhe zu begegnen.


Podcast-Empfehlungen & Inspirationen

Zum Abschluss teilen alle drei Hosts einige Highlights aus ihren Formaten:

Max Meister empfiehlt die LogiMAT-Folge, das Gespräch mit dem „Proximity“-Autor und die Episode rund um den Logistics Innovation Day.
Tobias & Andreas legen die Reihe „Woman Leading in Logistics“, das Gespräch mit Autostore-Gründer Jakob Hatteland und persönliche Interviews mit Hidden Champions ans Herz.


Reinhören lohnt sich!

Diese Episode ist mehr als nur ein Crossover – sie ist ein echter Beweis dafür, was passieren kann, wenn Menschen ihr Wissen, ihre Haltung und ihre Netzwerke teilen.

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KI in der Lehre, Logistik und Praxis – Warum wir mehr ausprobieren müssen

Max Meister im Gespräch mit Robert Kuttler, Professor bei der Technischen Hochschule in Rosenheim. 

Einführung: KI als Realität, nicht als Buzzword

In dieser besonderen Podcast-Episode von „Max und die Supply Chain Helden“ begrüßt Max Meister erneut einen langjährigen Wegbegleiter: Prof. Robert Kuttler. Das Thema: Künstliche Intelligenz – nicht als Zukunftsmusik, sondern als Gegenwart in Lehre, Logistik und Unternehmenspraxis. Gemeinsam analysieren sie die Entwicklungen der letzten Jahre, den Einsatz von KI in der Hochschullehre, die Herausforderungen bei Abschlussarbeiten im KI-Zeitalter und was Unternehmen – besonders im Mittelstand – heute tun müssen, um nicht abgehängt zu werden.


KI in der Lehre: Zwischen Experiment und Ernstfall

An der Hochschule Rosenheim ist KI längst kein Randthema mehr. Robert Kuttler schildert, wie konsequent die Studiengänge angepasst wurden – mit Modulen wie Data Analytics, Smart Factory und praktischer KI-Programmierung. Besonders brisant: Die Art, wie Abschlussarbeiten geschrieben werden, verändert sich grundlegend. Dank Language Models können heute komplette Arbeiten in wenigen Stunden erstellt werden – inklusive Quellen, Formatierung und Grafiken. Die Reaktion der Hochschule? Prüfungsformate radikal neu denken, mündlich abprüfen, echte Anwendung in Projekten fördern.


Von der Theorie in die Praxis: Was KI heute wirklich kann

Max und Robert diskutieren zahlreiche Use Cases, bei denen KI echten Mehrwert bringt. Etwa bei Wiederbeschaffungszeiten in der Logistik, dem Einsatz von Retrieval-Augmented Generation (RAG) für internes Firmenwissen oder dem Aufbau von Language-Model-basierten Workflows für Geschäftsprozesse. Entscheidend: Nicht das „Ob“, sondern das „Wie“. Denn: Nur wer seine eigenen Prozesse und Daten kennt, kann mit KI wirklich effizient arbeiten. Und genau hier liegt der Haken: Viele Unternehmen haben massive Datenprobleme und scheitern nicht an der Technologie, sondern an der eigenen Organisation.


Grenzen, Missverständnisse und der KI-Hype

Robert Kuttler warnt vor der Oberflächlichkeit vieler KI-Diskussionen: „Nur weil ich mit ChatGPT den Kindergeburtstag plane, bin ich kein KI-Experte.“ Viele Manager überschätzen, was KI ohne saubere Datenbasis leisten kann, und unterschätzen den Aufwand hinter robusten Systemen. Besonders kritisch sieht er den Einsatz von KI im Kundenservice: „Ein schlechter KI-Chatbot vergrault Kunden – hier entscheidet Menschlichkeit über Differenzierung.“


Das Potenzial: Experimente statt Business Case-Zwang

Beide Gesprächspartner plädieren eindringlich für mehr Mut zum Experiment. Max erzählt, wie in seinem Unternehmen Wissen zu KI dezentral entstanden ist – durch einfaches Ausprobieren im Alltag. Robert ergänzt: Schon mit Tools wie Teachable Machine oder Low-Code-Ansätzen können Studenten und Unternehmen erste eigene Anwendungen bauen. Der Appell: Weniger reden, mehr machen. Auch wenn sich nicht alles sofort rechnet.


Wer nicht ausprobiert, wird überholt

Künstliche Intelligenz verändert Geschäftsmodelle, Jobprofile und den Bildungsauftrag von Grund auf. Aber: Der Wandel ist machbar – wenn Unternehmen bereit sind, intern Kompetenzen aufzubauen, datengetrieben zu arbeiten und Experimente zuzulassen. 

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Spreat macht den Laden zur Plattform: Der digitale Marktplatz für den Einzelhandel

Max Meister im Gespräch mit Paul Kirchbichler, Co-Founder von Spreat. 

Der Handel im Umbruch

Er ist einer von Deutschlands jüngsten Gründern und hat eine klare Vision: Mit Spreat will er den stationären Handel neu definieren – als digitaler Marktplatz für den Einzelhandel. Im Podcast erklärt Paul, wie Läden mit seiner Softwarelösung neue Sortimente anbieten können, ohne Risiko, ohne Kapitalbindung – und dabei trotzdem verdienen.


Was Spreat wirklich verändert: Vom Laden zur Plattform

Paul erklärt eindrucksvoll, wie Spreat es ermöglicht, neue Produkte ohne Kapitalbindung ins Ladenregal zu bringen. Der Kunde bezahlt zwar wie gewohnt an der Kasse – rechtlich kauft er aber direkt beim Produzenten. Der Laden erhält eine Provision statt einer klassischen Marge. So entsteht ein stationärer Marktplatz, der dem Online-Vorbild folgt, aber das persönliche Kauferlebnis erhält. Buchhaltung, Wareneinsatz, Verträge – all das wird deutlich vereinfacht oder entfällt komplett. Ein echter Schritt hin zum digitalen Marktplatz im Einzelhandel.


Technisch skalierbar, operativ schlank

Die Commerce Engine von Spreat funktioniert entweder als eigenständiges Kassensystem oder lässt sich über Schnittstellen in bestehende Systeme integrieren – ein echter Vorteil, gerade für große Einzelhandelsketten. Ziel ist ein digitaler Marktplatz für den Einzelhandel, der sich modular in bestehende Prozesse integrieren lässt. Ein erster Pilot mit einem großen Filialnetz ist bereits gestartet.


Kundenservices & Retouren neu gedacht

Spreat denkt das Einkaufserlebnis über den Laden hinaus: Rückgaben könnten zukünftig in jedem teilnehmenden Geschäft möglich sein – unabhängig davon, wo der Kauf erfolgte. Kombiniert mit lokalem Same-Day-Delivery entsteht ein hybrides Modell, das die Vorteile des E-Commerce mit der Sofortverfügbarkeit im Laden verknüpft.


Vision & Skalierung: Plattformdenken für den physischen Raum

Spreat will sich zur zentralen B2B-Sourcing-Plattform entwickeln. Läden sollen nicht nur mit eigenen Produzenten arbeiten, sondern über Spreat auch neue Lieferanten entdecken und direkt anbinden können. Damit schafft das Unternehmen ein wachsendes Ökosystem, in dem sowohl Händler als auch Hersteller von Effizienz, Transparenz und Flexibilität profitieren.


Die Zukunft des stationären Handels ist vernetzt

Spreat transformiert den Einzelhandel – mit einer schlanken Softwarelösung, die aus Ladenbesitzern Plattformbetreiber macht. Paul Kirchbichler zeigt: Wer mutig genug ist, alte Handelslogik zu hinterfragen, kann enorme Mehrwerte schaffen – für Hersteller, Händler und Endkunden zugleich.

Jetzt reinhören und entdecken, wie Spreat den Einzelhandel neu denkt – direkt, digital und effizient.

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