Max Meister im Gespräch mit Simone Mosca, CEO der GroupMosca.
Nachhaltige Transportverpackung bedeutet heute weit mehr als möglichst wenig Verpackungsmaterial einzusetzen. Transportsicherheit, Automatisierung, Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und regulatorische Anforderungen müssen zusammengedacht werden. In dieser Folge von „Max und die Supply Chain Helden“ spricht Max Meister mit Simone Mosca, CEO der GroupMosca, darüber, wie sich die Anforderungen an Verpackung verändern – und welche Lösungen in der Praxis funktionieren.
Aus Mosca ist GroupMosca geworden. Der Name steht für eine Unternehmensgruppe, die heute deutlich mehr umfasst als die klassische Umreifungstechnik. Durch Zukäufe und Ausgründungen gehören unter anderem Movitec, Reisopack, Onn und Packpart zur Gruppe. Die gemeinsame Dachmarke soll diese Entwicklung sichtbar machen, ohne die gewachsenen Identitäten der einzelnen Unternehmen aufzugeben.
Vom Umreifen zur End-of-Line-Lösung
GroupMosca kommt ursprünglich aus der Umreifungstechnik, ist heute aber deutlich breiter aufgestellt. Das Portfolio reicht von einzelnen Umreifungs- und Wickellösungen bis hin zu komplexen automatisierten End-of-Line-Anlagen.
Fachkräftemangel, steigende Prozessanforderungen und Digitalisierung führen dazu, dass Unternehmen verstärkt in automatisierte Lösungen investieren. Das Einsatzspektrum reicht dabei von Konsumgütern und weißer Ware bis zur Agrarwirtschaft – immer mit dem Ziel, stabile Ladeeinheiten zu schaffen und Transportschäden zu vermeiden.
Nachhaltige Transportverpackung wird datengetrieben
Mit dem Digital Load Pass verfolgt Mosca einen Ansatz, der Produktinformationen um konkrete Daten zur Ladeeinheit ergänzt. Dokumentiert werden können beispielsweise der eingesetzte Kunststoff oder der Rezyklatanteil des Verpackungsmaterials.
Dadurch entstehen neue Möglichkeiten, Verpackungsverbräuche transparenter zu machen und Optimierungspotenziale zu erkennen. Gleichzeitig können die Daten dabei helfen, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und Nachhaltigkeitsziele messbarer zu machen.
PPWR: Regulierung trifft auf Supply-Chain-Praxis
Einen besonderen Schwerpunkt bildet die europäische Verpackungsregulierung. Simone Mosca schildert, welche Herausforderungen die PPWR für Unternehmen mit sich bringt und warum regulatorische Vorgaben immer auch auf ihre praktische Umsetzbarkeit geprüft werden müssen.
Besonders beim Thema Mehrweg wird deutlich, dass es keine Universallösung gibt. Während Mehrwegsysteme in geschlossenen Kreisläufen sinnvoll sein können, verursachen sie in anderen Supply Chains zusätzlichen Aufwand bei Rückführung, Reinigung, Flächenbedarf und Administration.
Kreislaufwirtschaft statt Kunststoffverzicht
Für Simone Mosca liegt ein wichtiger Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit darin, Materialien möglichst lange im Kreislauf zu halten. Kunststoff soll nicht in der Umwelt landen, sondern als Rohstoff gesammelt, recycelt und erneut eingesetzt werden.
Auch beim Umreifungsband arbeitet Mosca daran, Materialeinsatz und Produkteigenschaften weiter zu optimieren. Gleichzeitig zeigt die Episode, dass nachhaltiger Maschinenbau noch weiter reicht: Langlebige und reparierbare Anlagen tragen ebenfalls zur Ressourcenschonung bei.
Eine gewachsene Gruppe mit eigener Geschichte
Zum Abschluss wird noch einmal deutlich, warum die neue Dachmarke für Mosca wichtig ist. Die GroupMosca soll die gewachsene Unternehmensstruktur verständlicher machen und gleichzeitig Raum für die Identitäten der einzelnen Unternehmen lassen.
Und selbst hinter der Reihenfolge „GroupMosca“ steckt eine persönliche Geschichte: Die Initialen „G“ und „M“ greifen die Initialen des Unternehmensgründers Gerd Mosca auf.
Reinhören lohnt sich!
Wer erfahren möchte, wie nachhaltige Transportverpackung zwischen Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung, Automatisierung und Regulierung in der Praxis aussehen kann, sollte in diese Folge von „Max und die Supply Chain Helden“ reinhören.
Fragen, Kritik, Lob oder Anregungen für Wunschthemen immer gerne unter max@supplychainhelden.de
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