Wie Innovationen ihren Weg in die Logistik finden

Max Meister im Gespräch mit Sven Schürer.

Netzwerken in der Logistik ist weit mehr als der Austausch von Visitenkarten. In dieser Episode von „Max und die Supply Chain Helden“ spricht Max Meister mit Sven Schürer über ein Geschäftsmodell, das auf Vertrauen, Branchenkenntnis und einem außergewöhnlich starken Netzwerk basiert. Sven Schürer unterstützt internationale Technologieunternehmen beim Markteintritt im DACH-Raum, bringt innovative Lösungen mit potenziellen Kunden zusammen und investiert gleichzeitig in vielversprechende Logistik-Start-ups.

Dabei wird schnell deutlich: Sein eigentlicher Mehrwert liegt nicht im klassischen Vertrieb, sondern darin, die richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt miteinander zu verbinden. Wer die Herausforderungen seiner Kunden versteht und passende Lösungen kennt, wird zum strategischen Sparringspartner für Unternehmen entlang der gesamten Supply Chain.


Vertrieb beginnt mit dem Verständnis des Kunden

Ein zentrales Thema der Episode ist moderner B2B-Vertrieb. Sven Schürer erklärt, warum erfolgreiche Vertriebsarbeit lange vor einem Angebot beginnt. Entscheidend sei, die konkreten Probleme einer Branche zu verstehen und genau zu wissen, welche Unternehmen tatsächlich von einer Lösung profitieren.

Gemeinsam diskutieren Max Meister und Sven Schürer, warum viele Start-ups ihre Zielgruppen zu breit definieren und stattdessen stärker auf Branchenfokus, Referenzkunden und langfristigen Beziehungsaufbau setzen sollten. Gerade im Bereich Logistikautomation und Intralogistik dauern Verkaufszyklen häufig zwölf bis achtzehn Monate. Umso wichtiger seien Geduld, kontinuierliche Präsenz und echtes Branchenverständnis.

Dabei wird auch deutlich, weshalb Branchenveranstaltungen häufig wertvoller sind als klassische Logistikmessen. Wer Brauereien gewinnen möchte, sollte auf Brauereikongressen präsent sein – nicht ausschließlich auf der LogiMAT.


Innovationen zwischen Robotik, KI und Computer Vision

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf aktuellen Innovationen innerhalb der Supply Chain. Sven Schürer gibt Einblicke in Unternehmen, die autonome mobile Roboter (AMRs), KI-gestützte Dokumentenverarbeitung, intelligente Ladeinfrastruktur für E-Lkw oder Computer-Vision-Lösungen entwickeln.

Besonders spannend ist die Diskussion darüber, wie Künstliche Intelligenz heute bereits unstrukturierte Informationen automatisch verarbeitet oder Retouren anhand von Kamerabildern klassifiziert. Gleichzeitig wird klar, dass sich viele dieser Technologien inzwischen von ersten Pilotprojekten hin zur industriellen Skalierung entwickeln.

Auch das Thema Humanoide wird angeschnitten. Beide Gesprächspartner sind überzeugt, dass humanoide Roboter die Logistik langfristig verändern werden – wenn auch schrittweise. Aufgrund der Dynamik des Themas kündigen sie bereits eine Podcastfolge zu einem späteren Zeitpunkt dazu an.


Netzwerken in der Logistik und erfolgreiche Start-up-Investments

Neben seiner Tätigkeit als Netzwerker investiert Sven Schürer aktiv in Logistik-Start-ups. Er beschreibt offen, welche Kriterien für ihn bei einer Beteiligung entscheidend sind.

Neben einem überzeugenden Product-Market-Fit spielen vor allem die Gründerpersönlichkeiten eine zentrale Rolle. Besonders wichtig sei ein stark aufgestellter Vertrieb. Gute Entwickler allein reichen nicht aus, wenn niemand die Lösung überzeugend am Markt platzieren kann. Ebenso betrachtet er den Investorenkreis, die strategische Unterstützung durch bestehende Gesellschafter sowie die Realitätsnähe des Geschäftsmodells.

Max Meister ergänzt die Diskussion um eigene Erfahrungen aus bisherigen Beteiligungen und spricht offen über Learnings aus weniger erfolgreichen Investments.


Inspiration aus der Praxis und Empfehlungen für die Logistik-Community

Abgerundet wird die Episode durch zahlreiche Empfehlungen für Unternehmen, die moderne Logistik erleben möchten. Gemeinsam sprechen Max Meister und Sven Schürer über beeindruckende Standorte wie Strauss, SEW, ZF oder große E-Commerce-Logistikzentren und erläutern, warum sich Besuche vor Ort häufig stärker lohnen als jede Präsentation.

Zum Abschluss teilen beide ihre persönlichen Empfehlungen für Veranstaltungen wie die BVL Supply Chain CX, die LogiMAT oder die Bosch Connected World und diskutieren, warum Netzwerke langfristig häufig wertvoller sind als einzelne Geschäftsabschlüsse.


Reinhören lohnt sich!

Diese Episode liefert praxisnahe Einblicke in modernes Netzwerken, erfolgreichen B2B-Vertrieb und die Zukunft der Supply Chain. Wer verstehen möchte, wie Innovationen ihren Weg in Unternehmen finden und welche Rolle persönliche Beziehungen dabei spielen, sollte unbedingt reinhören.

Fragen, Kritik, Lob oder Anregungen für Wunschthemen immer gerne unter max@supplychainhelden.de

 

 

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Zukunft der Logistik: Warum Szenarien, KI und Robotik über Wettbewerbsfähigkeit entscheiden

Max Meister im Gespräch mit Timo Landener, Leiter Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit bei Körber Supply Chain GmbH.

Die Zukunft der Logistik steht im Mittelpunkt dieser Episode von „Max und die Supply Chain Helden“. Max Meister spricht mit Timo Landener, Leiter Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit bei Körber, über Zukunftsforschung als unternehmerisches Werkzeug – und warum sie weit mehr ist als das Lesen von Trendreports.

Timo Landener macht früh deutlich: Zukunft entsteht nicht durch das Konsumieren von Trends, sondern durch deren aktive Weiterentwicklung. Unternehmen müssen lernen, aus bestehenden Entwicklungen konkrete Szenarien abzuleiten und diese kritisch zu diskutieren. Genau hier beginnt strategische Arbeit – nicht bei der Prognose, sondern bei der bewussten Auseinandersetzung mit möglichen Zukünften.


Szenarien statt Prognosen: Der neue Umgang mit Unsicherheit

Ein zentraler Gedanke des Gesprächs ist die Abkehr von linearem Denken. Zukunft ist nicht vorhersagbar, aber gestaltbar. Timo Landener beschreibt, wie Unternehmen aus Trends verschiedene Zukunftsbilder entwickeln, Wahrscheinlichkeiten zuweisen und daraus strategische Entscheidungen ableiten.

Diese Szenarien eröffnen sogenannte Handlungsräume. Sie ermöglichen es Unternehmen, bewusst zu entscheiden, ob sie in Technologien investieren, abwarten oder alternative Wege gehen. Besonders relevant: Diese Auseinandersetzung schafft etwas, das vielen Organisationen fehlt – Optimismus und Handlungssicherheit.


Disruption durch Robotik: Der wahre Gamechanger

Ein inhaltlicher Schwerpunkt ist die Rolle humanoider Robotik in der Zukunft der Logistik. Während der öffentliche Diskurs stark auf spektakuläre Fähigkeiten fokussiert ist, differenziert Timo klar: Die eigentliche Herausforderung liegt nicht im Gesamtsystem, sondern im Detail – konkret in der Greiftechnik.

Die sogenannte „Dexterity Gap“, also die fehlende Feinmotorik von Robotern, ist aktuell der limitierende Faktor. Wer dieses Problem löst, wird laut Timo zum Gamechanger der gesamten Branche. Gleichzeitig warnt er vor überhöhten Erwartungen: Die technologische Entwicklung ist real, aber langsamer als der Hype suggeriert.

Besonders spannend ist der Gedanke des kollektiven robotischen Lernens. Einmal erlernte Fähigkeiten können global skaliert werden – ein exponentieller Vorteil gegenüber menschlichem Lernen.


KI als Disruptor im Management

Neben der physischen Automatisierung diskutieren die beiden intensiv die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf wissensbasierte Arbeit. Die These: Während klassische operative Tätigkeiten stabil bleiben könnten, steht insbesondere das Middle Management vor massiven Veränderungen.

KI wird zunehmend in der Lage sein, komplexe Analysen, Innovationsvorschläge und Entscheidungsgrundlagen zu liefern. Das verändert nicht nur Prozesse, sondern auch Machtstrukturen in Unternehmen. Entscheidungen könnten künftig stärker daten- und modellbasiert getroffen werden – mit Auswirkungen auf Rollen, Verantwortung und Führung.


Reinhören lohnt sich!

Die Episode macht deutlich, dass die Zukunft der Logistik nicht durch einzelne Technologien entschieden wird, sondern durch die Fähigkeit von Unternehmen, systemisch zu denken, Unsicherheit auszuhalten und aktiv Handlungsräume zu nutzen.

Wer Trends nur beobachtet, wird reagieren müssen. Wer sie durchdenkt, kann gestalten.

Jetzt reinhören und verstehen, wie Zukunftsforschung, KI und Robotik konkrete strategische Vorteile in der Logistik schaffen können.

Fragen, Kritik, Lob oder Anregungen für Wunschthemen immer gerne unter max@supplychainhelden.de

 

 

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Digitale Transformation der Baulogistik: Wie BEX die Branche revolutioniert

Max Meister im Gespräch mit Lennart A. Paul, CEO und Co-Founder von BEX Technologies

In der neuesten Folge von „Max und die Supply Chain Helden“ spricht Max Meister mit Lennart A. Paul, CEO und Co-Founder von BEX Technologies. Sie diskutieren über die Herausforderungen und Chancen der Baulogistik und wie BEX mit einem digitalen Plattformansatz Prozesse optimiert.


Vom E-Commerce-Experten zum Baulogistiker
Lennart Paul erzählt, wie er nach Jahren im B2B-E-Commerce mit BEX in die Baulogistik einstieg. Die Idee entstand aus einer Vielzahl gesammelter Geschäftsmodelle und führte zur Gründung von BEX – einer Plattform, die digitale Lösungen für Bau- und Baustellenlogistik bietet.


BEX als Bindeglied zwischen Baustellen und Speditionen
BEX organisiert Baustellenlogistik für Bauzulieferer – darunter Händler, Maschinenvermieter und Hersteller – indem sie Transportaufträge effizient an regionale Speditionen weitervermitteln. Dabei hat BEX selbst keine eigenen Fahrzeuge, sondern arbeitet mit über 600 Transportpartnern zusammen. Über eine digitale Plattform werden Lieferungen geplant, disponiert, getrackt und abgerechnet.


Flexibilität und Effizienz als Wettbewerbsvorteil
Warum nutzen Kunden wie Großhändler BEX? Lennart nennt mehrere Gründe:
• Flexibilität: Kunden können von Expresslieferungen bis hin zu geplanten Touren alle Transportlösungen nutzen.
• Effizienz: Logistikprozesse werden digital gesteuert, um Auslastung und Kosten zu optimieren.
• Skalierbarkeit: Unternehmen können ohne hohe Investitionen in eigene Flotten wachsen.
Für Speditionen ist BEX ein attraktiver Partner, da sie freie Kapazitäten optimal nutzen, schnelle und transparente Bezahlung erhalten und keinen eigenen Vertrieb aufbauen müssen.


Wachstum und Zukunftspläne
BEX wächst jährlich mit einer Verdopplung der Liefermengen und plant eine europaweite Expansion. Ziel ist es, die führende digitale Plattform für Baustellenlogistik zu werden – mit standardisierten Prozessen, aber individuellen Lösungen für Großkunden.


Mit digitaler Effizienz, smarter Disposition und partnerschaftlichen Geschäftsmodellen setzt BEX neue Maßstäbe in der Baulogistik. Wer sich für innovative Transportlösungen interessiert, sollte sich diese Folge nicht entgehen lassen!
Viel Freude beim Anhören.

Fragen, Kritik, Lob oder Anregungen für Wunschthemen immer gerne unter max@supplychainhelden.de

 

 

 

 

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