Max Meister im Gespräch mit Mathias Behounek, CEO von SAFELOG.
Mobile Robotik in der Intralogistik entwickelt sich vom spezialisierten Automatisierungsprojekt zunehmend zu einer flexibleren, softwaregetriebenen Lösung. In dieser Folge von „Max und die Supply Chain Helden“ spricht Max Meister mit Mathias Behounek, CEO von SAFELOG, darüber, wie mobile Roboter heute eingesetzt werden, warum erfolgreiche Automatisierung mit dem Prozess beginnt und welche Rolle Software und KI künftig spielen werden.
SAFELOG entwickelt und produziert mobile Roboter und realisiert damit komplexe Intralogistiklösungen. Bekannt wurde das Unternehmen unter anderem durch große Automotive-Projekte wie die S-Klasse-Fertigung bei Mercedes mit mehr als 500 mobilen Robotern. Heute verfolgt SAFELOG einen breiteren Ansatz aus eigener Hardware, Software und Systemintegration und bindet dabei auch Robotik anderer Hersteller ein.
Mobile Robotik in der Intralogistik beginnt mit dem Prozess
Bevor ein Roboter ausgewählt wird, muss zunächst verstanden werden, wie Material tatsächlich durch Lager oder Produktion fließt. Wie viele Touchpoints gibt es? Welche Arbeitsschritte sind notwendig? Welche lassen sich vereinfachen, zusammenfassen oder automatisieren? Für Mathias Behounek ist diese Analyse entscheidend, um eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung zu entwickeln.
Dabei verfolgt SAFELOG den Ansatz, kundenindividuelle Lösungen möglichst ohne kundenindividuellen Code umzusetzen. Standardisierte und konfigurierbare Softwarebausteine sollen dafür sorgen, dass Anlagen update- und upgradefähig bleiben. Für Unternehmen bedeutet das: Automatisierung wird nicht als einmaliges Projekt verstanden, sondern als System, das sich kontinuierlich weiterentwickeln lässt.
Eigene Expertise und flexible Software werden wichtiger
Ein weiterer Schwerpunkt der Episode ist die Rolle des Anwenders selbst. Unternehmen müssen eigene Logistikkompetenz aufbauen, wenn sie Automatisierung langfristig erfolgreich betreiben wollen. Kontinuierliche Verbesserung lässt sich laut Behounek nicht vollständig an externe Partner auslagern, sondern muss im Unternehmen selbst verankert sein.
Gleichzeitig soll die Technik einfacher werden. Heute liegt ein Schwerpunkt von SAFELOG noch auf komplexen Projekten mit vielen Robotern und tiefen Schnittstellen zu Fördertechnik oder Produktionsanlagen. Künftig soll der Projektanteil kleiner werden. Digitale Planung, Emulation und virtuelle Inbetriebnahme sollen dafür sorgen, dass Fehler früher erkannt und Systeme schneller umgesetzt werden können.
KI als Assistent für Planung und Betrieb
Besonders spannend ist der Blick auf künstliche Intelligenz. SAFELOG setzt KI bereits bei Kontrolle, Fehlersuche, Anomalieerkennung und Konfiguration ein. Perspektivisch könnten Assistenzsysteme Anwender dabei unterstützen, Änderungen an Layouts oder Prozessen selbst vorzunehmen.
Die Vision geht damit weit über einzelne mobile Roboter hinaus. Software soll künftig unterschiedlichste Systeme im Lager orchestrieren können – unabhängig davon, ob es sich um eigene Fahrzeuge, Fremdsysteme, Shuttles oder andere Robotik handelt. Gleichzeitig könnten intelligentere Sensorik und flexiblere Fahrzeuge dazu beitragen, dass Lagerlayouts weniger statisch werden und sich schneller an neue Anforderungen anpassen lassen.
Reinhören lohnt sich!
Die Episode zeigt damit, dass die Zukunft der mobilen Robotik in der Intralogistik nicht allein von leistungsfähigeren Fahrzeugen abhängt. Entscheidend wird sein, Automatisierung einfacher, flexibler und für Anwender besser beherrschbar zu machen.
Wer wissen möchte, wie mobile Robotik, Software und KI die Intralogistik der kommenden Jahre verändern könnten, sollte in diese Folge von „Max und die Supply Chain Helden“ reinhören.
Fragen, Kritik, Lob oder Anregungen für Wunschthemen immer gerne unter max@supplychainhelden.de
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