Lieferkettenresilienz im B2B: Wie Digitalisierung, Daten und Erfahrung Krisen beherrschbar machen

Max Meister im Gespräch mit Nicole Ohlmann, Studentin an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Die Lieferkettenresilienz im B2B steht im Mittelpunkt dieser besonderen Podcastfolge – diesmal mit vertauschten Rollen: Max Meister wird von Studentin Nicole Ohlmann interviewt. Ausgangspunkt ist ihre Masterarbeit über digitale Plattformen und deren Beitrag zur Resilienz von Supply Chains. Daraus entsteht ein tiefgehendes Gespräch über reale Herausforderungen, technologische Lösungen und die Grenzen von Automatisierung.

Max Meister, Co-CEO von Ludwig Meister, gibt dabei praxisnahe Einblicke in die Steuerung eines komplexen technischen Großhandels mit Millionen von Artikeln und tausenden Kunden. Besonders deutlich wird: Die Sicherstellung von Verfügbarkeit bei gleichzeitig wachsender Volatilität ist eine der zentralen Herausforderungen moderner Lieferketten.


Zwischen Automatisierung und Realität: Was in Krisen wirklich zählt

Ein zentrales Learning der Episode ist der Umgang mit globalen Disruptionen. Ob Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg oder geopolitische Spannungen – jede Krise wirkt anders auf die Supply Chain. Während Covid-19 massive und unvorhersehbare Lieferausfälle verursachte, waren andere Ereignisse eher preistreibend als versorgungsgefährdend.

Besonders spannend: Ludwig Meister setzt auf eine hochautomatisierte Bestandsplanung, die bereits frühzeitig Veränderungen erkennt – teilweise noch bevor diese im Markt sichtbar werden. Diese datengetriebene Steuerung erwies sich als klarer Wettbewerbsvorteil. Gleichzeitig wird aber auch klar: In akuten Krisensituationen bleibt manuelles Eingreifen, insbesondere in der Kommunikation mit Lieferanten und Kunden, unverzichtbar.


Digitale Integration als Fundament der Lieferkettenresilienz im B2B

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der digitalen Vernetzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Über EDI, APIs und Plattformen wie SAP, Ariba oder Coupa ist Ludwig Meister tief in die Systeme seiner Kunden und Lieferanten integriert. Ziel ist es, Prozesse zu automatisieren und skalierbar zu gestalten – ohne proportional steigenden Personalaufwand.

Doch trotz hoher Digitalisierung bleibt eine Herausforderung bestehen: mangelnde Standardisierung. Unterschiedliche Artikelbezeichnungen und fragmentierte Datenstrukturen führen zu erheblichem Aufwand in der täglichen Praxis. Hier sieht Max Meister großes Potenzial für zukünftige Innovationen.


Blick nach vorn: Daten, KI und Transparenz

Für die Zukunft sieht Max Meister vor allem drei Hebel zur weiteren Stärkung der Lieferkettenresilienz im B2B: bessere Transparenz entlang der Supply Chain, datenbasierte Risikoanalysen – zunehmend auch mit KI – sowie standardisierte Datenstrukturen. Ergänzt wird dies durch wachsende Anforderungen an Nachhaltigkeit und CO₂-Transparenz.


Reinhören lohnt sich!

Die Episode zeigt eindrucksvoll, dass technologische Systeme heute bereits einen enormen Beitrag leisten – aber erst in Kombination mit Erfahrung, Kommunikation und strategischem Denken ihre volle Wirkung entfalten.

Wer verstehen möchte, wie moderne Unternehmen ihre Lieferketten resilient gestalten und welche Rolle digitale Plattformen dabei spielen, sollte diese Episode unbedingt anhören.

Fragen, Kritik, Lob oder Anregungen für Wunschthemen immer gerne unter max@supplychainhelden.de

 

 

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KI in der Lehre, Logistik und Praxis – Warum wir mehr ausprobieren müssen

Max Meister im Gespräch mit Robert Kuttler, Professor bei der Technischen Hochschule in Rosenheim. 

Einführung: KI als Realität, nicht als Buzzword

In dieser besonderen Podcast-Episode von „Max und die Supply Chain Helden“ begrüßt Max Meister erneut einen langjährigen Wegbegleiter: Prof. Robert Kuttler. Das Thema: Künstliche Intelligenz – nicht als Zukunftsmusik, sondern als Gegenwart in Lehre, Logistik und Unternehmenspraxis. Gemeinsam analysieren sie die Entwicklungen der letzten Jahre, den Einsatz von KI in der Hochschullehre, die Herausforderungen bei Abschlussarbeiten im KI-Zeitalter und was Unternehmen – besonders im Mittelstand – heute tun müssen, um nicht abgehängt zu werden.


KI in der Lehre: Zwischen Experiment und Ernstfall

An der Hochschule Rosenheim ist KI längst kein Randthema mehr. Robert Kuttler schildert, wie konsequent die Studiengänge angepasst wurden – mit Modulen wie Data Analytics, Smart Factory und praktischer KI-Programmierung. Besonders brisant: Die Art, wie Abschlussarbeiten geschrieben werden, verändert sich grundlegend. Dank Language Models können heute komplette Arbeiten in wenigen Stunden erstellt werden – inklusive Quellen, Formatierung und Grafiken. Die Reaktion der Hochschule? Prüfungsformate radikal neu denken, mündlich abprüfen, echte Anwendung in Projekten fördern.


Von der Theorie in die Praxis: Was KI heute wirklich kann

Max und Robert diskutieren zahlreiche Use Cases, bei denen KI echten Mehrwert bringt. Etwa bei Wiederbeschaffungszeiten in der Logistik, dem Einsatz von Retrieval-Augmented Generation (RAG) für internes Firmenwissen oder dem Aufbau von Language-Model-basierten Workflows für Geschäftsprozesse. Entscheidend: Nicht das „Ob“, sondern das „Wie“. Denn: Nur wer seine eigenen Prozesse und Daten kennt, kann mit KI wirklich effizient arbeiten. Und genau hier liegt der Haken: Viele Unternehmen haben massive Datenprobleme und scheitern nicht an der Technologie, sondern an der eigenen Organisation.


Grenzen, Missverständnisse und der KI-Hype

Robert Kuttler warnt vor der Oberflächlichkeit vieler KI-Diskussionen: „Nur weil ich mit ChatGPT den Kindergeburtstag plane, bin ich kein KI-Experte.“ Viele Manager überschätzen, was KI ohne saubere Datenbasis leisten kann, und unterschätzen den Aufwand hinter robusten Systemen. Besonders kritisch sieht er den Einsatz von KI im Kundenservice: „Ein schlechter KI-Chatbot vergrault Kunden – hier entscheidet Menschlichkeit über Differenzierung.“


Das Potenzial: Experimente statt Business Case-Zwang

Beide Gesprächspartner plädieren eindringlich für mehr Mut zum Experiment. Max erzählt, wie in seinem Unternehmen Wissen zu KI dezentral entstanden ist – durch einfaches Ausprobieren im Alltag. Robert ergänzt: Schon mit Tools wie Teachable Machine oder Low-Code-Ansätzen können Studenten und Unternehmen erste eigene Anwendungen bauen. Der Appell: Weniger reden, mehr machen. Auch wenn sich nicht alles sofort rechnet.


Wer nicht ausprobiert, wird überholt

Künstliche Intelligenz verändert Geschäftsmodelle, Jobprofile und den Bildungsauftrag von Grund auf. Aber: Der Wandel ist machbar – wenn Unternehmen bereit sind, intern Kompetenzen aufzubauen, datengetrieben zu arbeiten und Experimente zuzulassen. 

Jetzt reinhören und erfahren, wie KI Lehre und Logistik wirklich verändert.

Fragen, Kritik, Lob oder Anregungen für Wunschthemen immer gerne unter max@supplychainhelden.de

 

 

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Zwischen Krisenresistenz und KI: Wie Start-ups die Supply Chain revolutionieren

Max Meister im Gespräch mit Mathias Bosse, Founding Partner von Prequel Ventures

In dieser Folge von Max und die Supply Chain Helden spricht Max Meister mit Mathias Bosse, Founding Partner von Prequel Ventures, einem auf Supply Chain Tech spezialisierten Frühphasen-VC. Im Mittelpunkt steht der Wandel in der Logistik- und Supply-Chain-Landschaft, geprägt von technologischer Reife, geopolitischer Unsicherheit und wachsendem Kostendruck.

Mathias erläutert, warum Supply Chain heute kein „unter dem Radar“-Thema mehr ist, sondern ein strategischer Schlüsselfaktor. Der Report von Prequel zeigt: Unternehmen kämpfen mit der Balance zwischen Resilienz und Effizienz – und Start-ups bieten dafür zunehmend spezialisierte Lösungen, sei es im Procurement, Bestandsmanagement, der Zolltarifierung oder der Intralogistik.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Start-up-Finanzierung: Prequel investiert in sehr frühe Phasen und fokussiert sich auf Unternehmen, die echte Mehrwerte in B2B-Prozessen schaffen. Themen wie Integrationstiefe, Go-to-Market-Strategien und der langfristige Produkt-Markt-Fit sind dabei entscheidend.

Zum Schluss verrät Mathias, in welche Technologien er glaubt, warum „humanoide Roboter“ realistischer sind als man denkt und wie Business Angels auch ohne Einzel-Investments vom Supply Chain Tech Markt profitieren können – etwa durch spezialisierte Fonds.

Wer verstehen will, wohin sich Supply Chains entwickeln – technologisch, strategisch und wirtschaftlich – bekommt hier fundierte Einblicke und klare Thesen für die Zukunft.

Jetzt reinhören und mehr über die Zukunft der Supply Chain erfahren!

 

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Kräuterparadies – Tradition trifft digitale Innovation

Max Meister im Gespräch mit Dirk Bäumler, Inhaber und Geschäftsführer und Marc Bäumler, Manager vom Kräuterparadies seit 1887, München/Altötting

In der neuesten Episode von Max und die Supply Chain Helden taucht Max Meister in die faszinierende Welt des Traditionsunternehmens Kräuterparadies seit 1887 ein. Seit 1887 versorgt die Familie Bäumler München und weit darüber hinaus mit hochwertigen Kräutern, Gewürzen und Tees. Doch wie verbindet man jahrhundertealtes Wissen mit modernster Logistik und digitalen Prozessen?

Dirk und Marc Bäumler geben Einblicke, wie sie frühzeitig auf E-Commerce gesetzt haben, welche Herausforderungen der Online-Handel für ein spezialisiertes Nischenprodukt mit sich bringt und warum smarte Lagerlösungen wie der Noyes Cube für sie ein Gamechanger in der Logistik sind.

Highlights der Folge:

    • Wie das Kräuterparadies seit 1887 den Sprung ins digitale Zeitalter gemeistert hat.
    • Welche Rolle moderne Automatisierung für ein kleines, spezialisiertes Unternehmen spielt.
    • Warum Nachhaltigkeit nicht nur ein Schlagwort, sondern gelebte Realität ist.
    • Die Zukunft der Kräuterlogistik und welche neuen Herausforderungen auf die Branche zukommen.

Jetzt reinhören und erfahren, wie Tradition und Innovation perfekt zusammenfinden!


Viel Freude beim Anhören.

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Digitale Transformation der Baulogistik: Wie BEX die Branche revolutioniert

Max Meister im Gespräch mit Lennart A. Paul, CEO und Co-Founder von BEX Technologies

In der neuesten Folge von „Max und die Supply Chain Helden“ spricht Max Meister mit Lennart A. Paul, CEO und Co-Founder von BEX Technologies. Sie diskutieren über die Herausforderungen und Chancen der Baulogistik und wie BEX mit einem digitalen Plattformansatz Prozesse optimiert.


Vom E-Commerce-Experten zum Baulogistiker
Lennart Paul erzählt, wie er nach Jahren im B2B-E-Commerce mit BEX in die Baulogistik einstieg. Die Idee entstand aus einer Vielzahl gesammelter Geschäftsmodelle und führte zur Gründung von BEX – einer Plattform, die digitale Lösungen für Bau- und Baustellenlogistik bietet.


BEX als Bindeglied zwischen Baustellen und Speditionen
BEX organisiert Baustellenlogistik für Bauzulieferer – darunter Händler, Maschinenvermieter und Hersteller – indem sie Transportaufträge effizient an regionale Speditionen weitervermitteln. Dabei hat BEX selbst keine eigenen Fahrzeuge, sondern arbeitet mit über 600 Transportpartnern zusammen. Über eine digitale Plattform werden Lieferungen geplant, disponiert, getrackt und abgerechnet.


Flexibilität und Effizienz als Wettbewerbsvorteil
Warum nutzen Kunden wie Großhändler BEX? Lennart nennt mehrere Gründe:
• Flexibilität: Kunden können von Expresslieferungen bis hin zu geplanten Touren alle Transportlösungen nutzen.
• Effizienz: Logistikprozesse werden digital gesteuert, um Auslastung und Kosten zu optimieren.
• Skalierbarkeit: Unternehmen können ohne hohe Investitionen in eigene Flotten wachsen.
Für Speditionen ist BEX ein attraktiver Partner, da sie freie Kapazitäten optimal nutzen, schnelle und transparente Bezahlung erhalten und keinen eigenen Vertrieb aufbauen müssen.


Wachstum und Zukunftspläne
BEX wächst jährlich mit einer Verdopplung der Liefermengen und plant eine europaweite Expansion. Ziel ist es, die führende digitale Plattform für Baustellenlogistik zu werden – mit standardisierten Prozessen, aber individuellen Lösungen für Großkunden.


Mit digitaler Effizienz, smarter Disposition und partnerschaftlichen Geschäftsmodellen setzt BEX neue Maßstäbe in der Baulogistik. Wer sich für innovative Transportlösungen interessiert, sollte sich diese Folge nicht entgehen lassen!
Viel Freude beim Anhören.

Fragen, Kritik, Lob oder Anregungen für Wunschthemen immer gerne unter max@supplychainhelden.de

 

 

 

 

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